Waldsee
Bildstock beschädigt
„Den Verursacher konnten wir nicht ermitteln“, sagt Steffen Sternberger-Hahn, der als Beigeordneter der Ortsgemeinde Waldsee für den Bereich Denkmalschutz verantwortlich ist. Er habe aber schon alles in die Wege geleitet, dass der Bildstock wieder repariert und aufgestellt werden könne, versichert er.
Der Bildstock steht in der Kreuzweggewanne. „Als ich ein Kind war, gab es in Waldsee mehrere Flurprozessionen“, erinnert sich Norbert Keller. Die Bittprozession am Vorabend von Christi Himmelfahrt führte den Kreuzweg entlang. Schon damals sei der Nussbaum beeindruckend groß gewesen, er muss schon sehr alt sein, sagt Keller. Allerdings wohl nicht so alt wie der Bildstock. Der wurde, wie eine Inschrift im Sockel verrät, 1782 errichtet, höchstwahrscheinlich von Johann Georg Tremmel (geboren 1724). Mehr ist über die Geschichte des Denkmals nicht bekannt. In dem Buch „Waldsee und seine Geschichte“ von Fritz Gerbes aus dem Jahr 1982 wird der Bildstock als „toskanische Säule auf einem einfachen Sockel“ beschrieben. „Das quadratische Gehäuse schließt mit einem eingezogenen Rundbogen.“ Im Gehäuse ist ein Kreuz-Relief eingelassen.
1989 wurden alle vier Waldseer Bildstöcke renoviert. Inzwischen ist der einst freistehende Bildstock in der Kreuzgasse fast im Gebüsch eingewachsen. Die anderen drei Bildstöcke stehen an der Einmündung Steiggasse/Berliner Straße (aus dem Jahr 1731), Am Hochweg beim Aussiedlerhof (1765) und Am Ransweg/Ecke Stupfel (1782).