Neuhofen Bewegung an der frischen Luft: Fitness-Parcours eröffnet

Gunter Fischer, Jens Dreyer, Ralf Marohn, Michaela Ruffing und Anna Pec-Schmitt testen die Reckstangen.
Gunter Fischer, Jens Dreyer, Ralf Marohn, Michaela Ruffing und Anna Pec-Schmitt testen die Reckstangen.

Gemeinschaft, Aktivität an der frischen Luft, Spaß haben – auf dem neuen Fitness-Parcours am Rehbachwanderweg in Neuhofen ruhen viele Hoffnungen. Das Angebot soll Menschen in Bewegung bringen.

Der Parcours ist 1,2 Kilometer lang, und der Hauptteil der Strecke liegt im Wald. Er hat sieben Stationen aus robustem Material und beginnt am Partnerschaftsplatz in der Nähe des Rathauses. Stützspringen, Parallelbarren, tiefe Barrenstangen, eine Sprossenwand für Klimmzüge, Reckstangen mit Schlingen und eine Schwebeplattform laden dazu ein, sich zu bewegen. Erklärende Schilder werden in den nächsten zwei Wochen angebracht.

Bewegung stärkt das Immunsystem, und ein Fitness-Parcours sei somit aktiv gelebte Vorsorge, begründete Ortsbürgermeister Ralf Marohn (FDP) bei der Einweihung am Donnerstag, warum sich die Gemeinde für den Bau der Anlage entschieden hat. Das Angebot soll niederschwellig sein und damit nicht nur Sportler, sondern auch Spaziergänger, Ältere, Kinder und Jugendliche ansprechen. „Der Rehbachrad- und -wanderweg, der barriere- und verkehrsfrei quer durch unsere Gemeinde verläuft, ist eine ideale Strecke“, so Marohn.

Alternative zu Sporthallen

Durch Energiekrise und Corona gewinnt ein Fitness-Parcours im Freien laut Marohn an Bedeutung, vor allem wenn Sporthallen – nicht unbedingt in diesem, aber vielleicht im kommenden Winter – nicht beheizt werden können. Der Parcours selbst kostete rund 13.600 Euro, wovon 50 Prozent vom Land finanziert wurden. Der Bürgermeister ist dankbar für die tolle Teamarbeit, denn es haben „viele Köpfe und Hände mitgewirkt“, unter anderem Sportklubs wie der Turn- und Sportverein (TuS), dessen Mitglieder eifrig Stationen gebaut haben.

Die Leiterin des Projekts „Fitness Locations“ vom Deutschen Turnerbund, Michaela Ruffing, hat das Projekt begutachtet und positiv bewertet. Die Reihenfolge der Stationen sei sinnvoll aufgebaut, „aber man kann auch machen, was man mag“, meint sie und berichtet, dass man mithilfe der Zuschüsse vom Land noch mehr Geräte anschaffen konnte. Zusätzlich zu den bisherigen sieben Stationen will der TuS noch zwei weitere für die Dehnung und die Mobilisation bauen.

„Zeichen, was zu machen“

Anna Pec-Schmitt, Bewegungsmanagerin für den Rhein-Pfalz-Kreis von der Landesinitiative „Land in Bewegung“, vernetzt Bewegungsangebote und Menschen und will zu neuen Ideen inspirieren. Aber die Angebote, die daraus entstehen, müssen ihrer Ansicht nach auch publik gemacht werden, sonst würden sie nicht genutzt. Die Bewegungsangebote setzten gerade für kleine Gemeinden „Zeichen für die Leute, etwas zu machen“, so Pec-Schmitt. „Es ist wichtig, dass hier etwas entsteht. In großen Städten entsteht sehr viel, aber kleine Gemeinden werden oft vernachlässigt.“

Gunter Fischer, verantwortlich für die Landesinitiative „Land in Bewegung“, die vor drei Jahren ins Leben gerufen wurde, hat den Zuschuss für die Neuhofener Anlage bewilligt. „Wir sind auf einem guten Weg und sehr erfolgreich“, bilanziert er. Mit solchen Angeboten sollten alle Menschen niederschwellig angesprochen werden, „vor allem die, die bislang nichts getan haben“.

Trainingsstrecke für Verein

„Wir freuen uns, dass es so gut geklappt hat“, meint Jens Dreyer, Jugendleiter des TuS Neuhofen. Der Wanderweg am Rehbach sei die Haupttrainingsstrecke für die Handballjugendmannschaft des Vereins. „Wir sind froh über jede Trainingsgelegenheit“, versichert Dreyer.

Eine solche Anlage sei ökologisch und ökonomisch, weil praktisch vor der Haustür, finden Renate Müller und Wolfgang Kraus, die beide für die SPD im Ortsgemeinderat sitzen. „Wir treffen hier so viele ältere Menschen, die bestimmt öfter die Geräte nutzen werden.“

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