Speyerer Umland RHEINPFALZ Plus Artikel Badeseen: Ordnungsämter kündigen Kontrollen an

Rein ins Wasser: Viele suchen zurzeit Abkühlung.
Rein ins Wasser: Viele suchen zurzeit Abkühlung.

Am Freitag steht der bisher heißeste Tag des Jahres bevor. Viele Menschen zieht es zum Schwimmen an die Badeseen rund um Speyer. Die Ordnungsämter sind vorbereitet.

Reinhard Burck (Grüne), Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Römerberg-Dudenhofen, berichtete am Donnerstag auf Anfrage, dass es am Mechtersheimer Ufer des Badesees zwar voll, aber „recht entspannt“ zugegangen sei. Die Abstände zwischen den Badegästen seien eingehalten worden, sagte Burck, der am Mittag selbst vor Ort war. Auch die Parksituation habe sich am Donnerstag und in den vergangenen Tagen „im Rahmen gehalten“, berichtete er. Auf dem Parkplatz, der laut Burck rund 250 Stellplätze vorhält, hat der Beigeordnete nicht nur Kennzeichen aus der näheren Umgebung, sondern auch aus Landau, Germersheim und von der südlichen Weinstraße entdeckt. „Der Badesee ist attraktiv, und das Kiosk trägt mit dazu bei“, findet Burck. Er rechnet damit, dass am Freitag und am Wochenende – sollte es keine Gewitter geben – noch mehr Menschen zum Großen Weiher kommen. Das Ordnungsamt werde phasenweise vor Ort sein und die Parksituation und das Einhalten der Corona-Abstandsregeln kontrollieren, sagte Burck. Die Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes schreibt an Badegewässern einen Mindestabstand von 1,5 Meter an Land und drei Metern im Wasser vor.

Auch am anderen Ufer des Großen Weihers – auf Lingenfelder Seite – wird es laut Marco Beditsch, stellvertretender Leiter des Ordnungsamts, die „üblichen Corona- und Parkkontrollen“ geben. Der Platzwart des Campingplatzes werde die Situation am Wochenende im Auge behalten. Seit das Ufer Ende Juni wieder geöffnet wurde, habe es keine Probleme gegeben, sagte Beditsch, der damit auch künftig nicht rechnet.

Ferienstart beim Nachbar

Viele Badegäste aus Baden-Württemberg werden am Großen Weiher auch nicht erwartet. Mit den rechtsrheinischen Nachbarn wird dagegen an den beliebten Badeseen in der Verbandsgemeinde Rheinauen gerechnet. In Baden-Württemberg sind seit Donnerstag Schulferien. Patrick Fassott (SPD), Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rheinauen, nannte es auf Anfrage „das Wochenende der Wahrheit“. Die Erfahrungen, die gesammelt werden, sollen für die kommenden Wochen genutzt werden, erklärte der Bürgermeister. Ihm zufolge wird das Ordnungsamt an den Seen im Einsatz sein. Wo, mit wie viel Personal und welche Schwerpunkte bei den Kontrollen gesetzt werden, wollte Fassott nicht verraten. Zuletzt ließ das Ordnungsamt am Wolfgangsee in Waldsee Falschparker abschleppen. Der Bürgermeister nannte die Aktion erfolgreich, weil es keine Beschwerden mehr von dort gegeben und die Verwaltung positive Rückmeldungen von Waldseer Bürgern bekommen habe. Laut Fassott gab es in dieser Woche noch einen Termin mit Wehrleiter Michael Jaspers und dem Ordnungsamt, bei dem die Mitarbeiter die Rettungszufahrten der Feuerwehr gezeigt bekamen, die unbedingt frei bleiben müssen und nicht zugeparkt werden dürfen.

Solche Rettungszufahrten befinden sich zum Beispiel an der Gaststätte „Rheinblick“ bei Waldsee zur Bootsrampe und an der Landesstraße 535 Richtung Kollerinsel in den Wald hinein. Auf der Halbinsel, die zur baden-württembergischen Gemeinde Brühl gehört und von dort mit der Kollerfähre erreichbar ist, wird am Freitag und am Samstag ebenfalls das Ordnungsamt im Einsatz sein. Darüber informierte der Brühler Bürgermeister Ralf Göck (SPD) am Donnerstag auf Anfrage. Ihm zufolge wird der Parkplatz am Kollersee, der zuletzt um rund 150 Stellplätze erweitert wurde und nun bis zu 500 Fahrzeugen Platz bietet, gesperrt, wenn er belegt ist. Ein Schild, das bei Brühl an der Zufahrt zur Fähre steht, weist Autofahrer seit Neuestem bereits vor der Überfahrt darauf hin, dass der Parkplatz voll ist. „Die Leute sollen so vernünftig sein und nicht an der L630 parken, denn das wird teuer“, kündigte Göck an. Er sprach von 30 Euro, die Autofahrer zahlen müssen, wenn sie im eingeschränkten Halteverbot an der baden-württembergischen Landesstraße auf der Kollerinsel stehen.

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