Rhein-Pfalz Kreis „Bürgernah ist Verpflichtung“

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Maxdorf. Ja – es sei schon naheliegend gewesen, dass er als Erster Beigeordneter für das Amt des Verbandsbürgermeisters kandidieren wird, sagt Paul Poje. In der CDU sei das auch schon früh diskutiert worden. Schließlich ist Poje seit vielen Jahren in der Kommunalpolitik aktiv, ist vernetzt und bekannt. Dennoch sei seine persönliche Entscheidung, als Nachfolger von Marie-Luise Klein (SPD) in den Ring zu steigen, über viele Monate gewachsen, sagt der 56-Jährige. Nun tritt er an – gegen seine Mitbewerber Frank Sommer (SPD) und Oliver Nagel-Schwab (FDP). Zum einen: „Natürlich muss die Familie mitziehen, es sind ja alle mit betroffen.“ Der Zeitaufwand sei groß, mit Wochenend- und Abendterminen. Das wiederum kennt die Familie aus Pojes verschiedenen ehrenamtlichen Tätigkeiten bereits – ob in der Kirchengemeinde St. Maximilian, früher im Schulelternbeirat oder eben in der Politik. Zum anderen arbeite er schließlich seit fast 31 Jahren in der BASF, „da gibt man schon etwas auf.“ Aber er habe in den vergangenen zweieinhalb Jahren als Erster Beigeordneter das Verwaltungsgeschäft gut kennen gelernt. In seinen Fachbereich gehören die Gebiete öffentliche Sicherheit und Ordnung, Einwohner- und Meldewesen, Schulen und Kultur. Jetzt die Kandidatur – „ich nehme die Herausforderung gerne an“. Und man merkt dem IT-Fachmann an, dass er sich auf die Aufgabe freut, wenn denn der Wähler so entscheiden wird. Die Verwaltung der Verbandsgemeinde sei Dienstleister und müsse daher auch als solcher aufgestellt sein, sagt Poje. „Einen gut funktionierenden Service-Betrieb“ wolle er mithelfen zu errichten. „Die Mitarbeiter sind motiviert“, weiß er aus seiner Erfahrung. Ein offenes Rathaus, feste Sprechstunden, ein „echter Bürgerservice“ mit variableren Öffnungszeiten und eine viel bessere interne und externe Kommunikation – das gehört zu seinen Zielen. Ebenso straffe Verwaltungsstrukturen mit kurzen Entscheidungswegen. Die Einführung eines Rats- und Bürgerinformationssystems sei „längst überfällig“: „Bürgernah ist für mich eine ernst gemeinte Verpflichtung“. Objektiv müsse der Verbandsbürgermeister sein, unparteiisch: „Wer mich kennt, weiß, dass ich das lebe.“ Das gelte auch im Verhältnis zu den drei Ortsgemeinden. Es sei daher auch der Wunsch in der CDU gewesen, dass die Ämter des Verbandsbürgermeisters und der Ortsbürgermeister getrennt werden sollen. Alte Strukturen müssten aufgebrochen werden, meint Poje. Und: Wegen der negativen Schlagzeilen der vergangenen Monate müsse Vertrauen zurückgewonnen werden. „Eine solide Wirtschafts- und Finanzpolitik“ in Zusammenarbeit mit den drei Ortsgemeinden sei oberstes Gebot . Auch die weitere Stärkung der Feuerwehr hat er sich aufs Schild geschrieben. Maxdorf ist Pojes Heimat, er ist hier verwurzelt und vernetzt, in zahlreichen Vereinen Mitglied, in seiner Pfarrgemeinde aktiv im Verwaltungsrat und als Kommunionhelfer. Und das, obwohl sein Lebensweg ganz woanders begann: in New York City. Dort haben sich seine 1952 unabhängig voneinander in die USA ausgewanderten Eltern kennengelernt und geheiratet, und dort ist Paul Poje auch 1960 geboren. Als der Opa mütterlicherseits starb, kehrte die junge Familie ins Elternhaus der Mutter in die damalige Fußgönheimer Siedlung zurück. „Von der Doppelhaushälfte in Brooklyn in ein Siedlungshäuschen mit Plumpsklo – und die Straße war noch nicht asphaltiert“, erinnert sich Poje heute und lacht. Das sei für ihn als kleiner Junge ein Schock gewesen, „das war eine andere Welt“. Und er verstand zwar Deutsch, sprach aber selbst nur Englisch. Das änderte sich schnell. Bis heute hat Paul Poje aber beide Staatsbürgerschaften, die US-amerikanische und die deutsche. Und New York besucht er immer noch gerne, ein Abstecher zum einstigen Familienheim ist Pflichtbesuch. Serie In der Verbandsgemeinde Maxdorf wird am 5. März gewählt. Es gibt drei Kandidaten. In dieser Serie stellen wir sie vor.

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