HEIDELBERG Rhein-Neckar-Kreis lockert „Bundesnotbremse“

Vorbereitungen: Der Mitarbeiter einer Gaststätte rollt einen Stapel Stühle auf den Heidelberger Marktplatz.
Vorbereitungen: Der Mitarbeiter einer Gaststätte rollt einen Stapel Stühle auf den Heidelberger Marktplatz.

Die magische Zahl heißt 63,8: Weil die Corona-Inzidenz seit fünf Tagen konstant unter dem Wert 100 liegt, sind ab Mittwoch diverse Öffnungsschritte möglich. Das teilte die Verwaltung von Speyers badischem Nachbarkreis am Montag mit.

Nach Angaben des Landratsamtes liegt der Sieben-Tage-Durchschnittswert für den Rhein-Neckar-Kreis seit dem vergangenen Dienstag unter dem politisch maßgeblichen Wert 100. Laut Heidelberger Kreis-Gesundheitsamt sank er von Sonntag auf Montag abermals deutlich auf aktuell 63,8 Neuansteckungen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner.

Den Angaben zufolge dürfen damit Hotels, Gaststätten, Kultur- und Freizeiteinrichtungen ab Mittwoch, 19. Mai, unter Beachtung von Test- und Hygienekonzepten, Maskenpflicht sowie Kontaktnachverfolgung wieder öffnen. Die bisherigen Ausgangssperren gelten nicht mehr.

Lockerungen im Überblick

Erlaubt sind im Einzelnen:

  • Treffen im öffentlichen oder privaten Raum: zwei Haushalte mit maximal fünf Personen. Kinder bis 13 Jahre, Genesene und Geimpfte werden nicht mitgezählt. Paare, die nicht zusammenleben, zählen als ein Haushalt.
  • Körpernahe Dienstleistungen: nur mit Vorab-Termin. Alle Beteiligten müssen medizinische Masken tragen. Ist das nicht möglich – etwa bei einer Rasur –, brauchen Kunden tagesaktuelle Schnell- oder Selbsttests.
  • Schulbetrieb: Kitas im Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen. Grundschulen mit Präsenzunterricht ohne Abstand. Alle anderen Schulen mit Wechselunterricht.

Test und Hygiene

Jeweils mit Test- und Hygienekonzept sind möglich:

  • Einzelhandel („Click & Meet“): ein Kunde pro 40 Quadratmeter Ladenfläche ohne Testkonzept. Zwei Kunden pro 40 Quadratmeter ohne Voranmeldung mit Testkonzept.
  • Gastronomie (6 bis 21 Uhr): innen ein Gast pro 2,5 Quadratmeter, Tische mit 1,50 Meter Abstand, und außen unter Einhaltung der AHA-Regeln.
  • Touristische Übernachtung: in Beherbergungsbetrieben wie Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und Campingplätzen. Gäste ohne Genesenen- oder Impfnachweis müssen alle drei Tage einen negativen Corona-Test vorlegen.
  • Kurse an Volkshochschulen: innen bis zehn, außen bis 20 Personen (außer Tanz- und Sportkurse).
  • Musik-, Kunst- und Jugendkunstschulen: bis zehn Schüler (außer Tanz-, Gesangs- und Blasmusikunterricht).
  • Archive, Büchereien und Bibliotheken: eine Person pro 20 Quadratmeter.
  • Kontaktarmer Freizeit- und Amateursport: bis 20 Personen im Freien.
  • Spitzen- und Profisport: bis 100 Zuschauer im Freien.
  • Religiöse Veranstaltungen: ohne Anmeldung.
  • Kulturveranstaltungen: bis 100 Personen im Freien.
  • Zoos, botanische Gärten, Galerien, Gedenkstätten und Museen: eine Person pro 20 Quadratmeter.
  • Freizeiteinrichtungen außen (Minigolfanlagen, Hochseilgärten, Bootsverleih und ähnliche): bis 20 Personen.
  • Außenbereiche von Schwimmbädern und Badeseen mit kontrolliertem Zugang: eine Person pro 20 Quadratmeter.

27 Neuinfektionen

Die Behörde weist darauf hin, dass Geimpfte und Genesene mit entsprechendem Nachweis von der Testpflicht befreit sind. Binnen 24 Stunden verzeichnete das Kreis-Gesundheitsamt 27 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Ausgewählte aktive Fallzahlen badischer Nachbargemeinden im Überblick: Hockenheim 74, Schwetzingen 40, Ketsch 17, Neulußheim sechs, Altlußheim fünf und Reilingen einer.

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