HEIDELBERG/MANNHEIM Polizei zerschlägt mutmaßlichen Drogenring

Großer Fund: ein Teil des sichergestellten Rauschgifts.
Großer Fund: ein Teil des sichergestellten Rauschgifts.

Schlag gegen die Rauschgiftszene: Bei Durchsuchungen im Rhein-Neckar-Kreis haben Fahnder am Mittwoch unter anderem 276 Kilogramm Marihuana, etwa elf Kilogramm Haschisch und 1,6 Kilogramm Kokain sowie zwei scharfe Schusswaffen mit Munition aufgespürt.

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag weiterhin mitteilten, nahmen die Ermittler 13 Verdächtige wegen Drogenhandels fest. Sechs von ihnen sitzen in Untersuchungshaft, die anderen sieben sollten noch am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt werden. Die Gruppe soll nach Angaben der Behörden in wechselnden Besetzungen alleine zwischen Ende März und Mitte Juni vergangenen Jahres unter anderem über 800 Kilogramm Haschisch und Marihuana sowie über 40 Kilogramm Kokain gekauft und weiterverkauft haben.

400 Polizisten seien am Mittwoch im Einsatz gewesen, um gegen den mutmaßlichen Drogenring vorzugehen. Bei der Razzia durchsuchte die Polizei den Angaben zufolge 25 Objekte im Rhein-Neckar-Kreis – unter anderem in Weinheim, Ladenburg, Heidelberg und Neckarsteinach.

Handydaten ausgewertet

Laut den Behörden kommunizierten die Tatverdächtigen über spezielle sogenannte Kryptohandys mit einem verschlüsselten Messengerdienst. Die Ermittler der Kriminalpolizei seien den mutmaßlichen Drogenhändlern dennoch Ende vergangenen Jahres durch die Auswertung von Daten auf die Spur gekommen. Gegen neun der 13 Festgenommenen lagen schon im Vorfeld Haftbefehle vor.

Neben dem sichergestellten Rauschgift und den zwei Schusswaffen fanden die Beamten bei den Razzien am Mittwoch über 76.000 Euro Bargeld und vier hochwertige Autos, wie die Polizei weiter mitteilte. Unter den rund 400 Polizisten im Einsatz seien auch Beamte aus benachbarten Bundesländern und Mitglieder des baden-württembergischen Spezialeinsatzkommandos gewesen.

x