Duathlon
Zeitstrafe entscheidet Duell Becker gegen Dreyer
Erst ein Zehn-Kilometer-Lauf mit 100 Höhenmetern, dann 38 Kilometer auf dem Radrundkurs, gespickt mit 550 Höhenmetern, und zum Abschluss noch mal fünf Kilometer laufen (50 Höhenmeter): Das war am Sonntag die Herausforderung beim Duathlon Junglinster in Luxemburg, der für die rheinland-pfälzische Triathlon-Liga zählte und zugleich luxemburgische und Rheinland-Pfalz-Meisterschaft im Duathlon war.
Die Herrenmannschaft des Trifels-Triathlon-Clubs ging mit den drei Hauensteinern Tobias Dreyer (26), Tim Schilling (26) und Marco Weschler (48) sowie Simon Metz (26) aus Busenberg an den Start. In ihrem ersten Wettkampf in der 2. RTV-Liga erreichten die Newcomer aus dem Wasgau den zweiten Platz in der RTV-Mannschaftswertung hinter Erbach, das mit Yves Becker auch den Liga-Einzel-Gesamtsieger stellte. Dreyers Freundin Milena Vogel überquerte als zweitschnellste. Frau die Ziellinie. Die Wahl-Hauensteinerin startete für den TuS Schleiden.
Mit 45 Jahren Landesmeister
Das Endurance-Team des FK Pirmasens stellte zwei Mannschaften. Raphael Brunner (Pirmasens), Jens Becker (Lemberg), Daniel Ankner (Rodalben) und Manuel Perez Campos (Donsieders) starteten bei den Männern, Laura Fremgen (Petersberg), Verena Becker (Lemberg), Sara Lebhardt (Neustadt) und Emma Arenth (Hochstellerhof) bei den Frauen. Die drei Zeitschnellsten kommen jeweils in die Wertung.
Einen großartigen Wettkampf absolvierte Jens Becker. Mit 45 Jahren und nach einer langen Verletzungspause kam der Zahnarzt in 1:58:46 Stunde als Gesamtdritter und damit als neuer Rheinland-Pfalz-Meister im Duathlon ins Ziel. Seine Teamkollegen beschreiben seine Motivationslage so: „Man sah vor dem Start schon, dass er nicht zum Spaß angereist ist.“
Leichtsinnsfehler
Wie schon bei vielen Wasgaucup-Läufen kam es dieses Mal im Duathlon zu einem sportlichen Duell mit Tobias Dreyer. Der Hauensteiner führte nach dem Zehn-Kilometer-Lauf und während des Radfahrens. Auf den letzten Rad-Kilometern holte Becker ihn ein. Beide fuhren fast zeitgleich in die Wechselzone. Ein Leichtsinnsfehler – Dreyer überfuhr die Linie in der Wechselzone und handelte sich somit eine 30-Sekunden-Strafe ein – sorgte für den entscheidenden Vorsprung des Lembergers vor dem abschließenden Fünf-Kilometer-Lauf. „Dazu ist auch noch das Kabel meiner Schaltung herausgesprungen. Ich hab’ zum Reparieren noch mal eine halbe Minute Zeit verloren“, berichtete Dreyer, der in einer Zeit von 1:59:00 Stunde Gesamtfünfter und Vize-Landesmeister wurde. Die ETP-Damen belegten den fünften Platz unter fünf Teams in der 2. RTV-Frauen-Liga.