Pirmasens Wolfgang Flick liebt den Fußball

Wolfgang Flick war einer der besten Spieler, die der Sportclub Hauenstein je in seinen Reihen hatte. „Der Lange“ war Mittelfeldmotor, Torjäger (72 Treffer in 329 Regional- und Oberligaspielen für den SCH) und 1-A-Torvorbereiter. In der Saison 1995/96 war Flick vom 1. FC Saarbrücken nach Hauenstein gewechselt – und blieb bis heute. Bis 2008 kickte er fürs SCH-Oberligateam, war in der darauffolgenden Runde dann auch dessen Trainer. Dann schloss er sich dem TV Hauenstein an, zunächst als Spieler, dann trainierte er gemeinsam mit Michael Seibel den TVH, stieg mit ihm in die Bezirksliga auf, ab und wieder auf. „Dann habe ich mal ein halbes Jahr abgeschaltet“, erzählt der heute 45-Jährige. „Ich wollte nicht immer im Vordergrund stehen, immer das Wort ergreifen müssen“, begründet Flick seinen damaligen Rückzug. Danach kickte der gelernte Heizungsbauer ab und zu bei den Alten Herren mit und ließ sich überreden, noch mal bei den Aktiven einzusteigen. Nun aber in der B-Klasse Ost für die dritte Mannschaft der seit 2012 bestehenden Kooperation von TV und SC Hauenstein. „Ich war zunächst der dritte Einwechselspieler“, erzählt Flick. Im Training habe er sich öfters ins Tor gestellt, weil eben kein Keeper da gewesen sei. Erst als Not am Mann war, ließ sich Flick wieder gänzlich einbinden. „Ich liebe den Fußball“, bekennt der 1,90 Meter große Wahl-Hauensteiner. Und weil er ihn liebt und er mit seinen 45 Jahren immer noch Leistung auf dem Rasen bringen will, ließ er sich in die Pflicht nehmen. „Ich trainiere dienstags und donnerstags und spiele sonntags. Ohne Training geht auch in der B-Klasse nichts mehr“, weiß Flick. Beim TV/SC Hauenstein III spielt Flick in der Spitze, gemeinsam mit Paul Mayer. „Ich mache schon noch meine Meter. Es genügt nicht, sich nur vorne hineinzustellen“, betont Flick. „Und wenn der Ball läuft, kann ich meiner Mannschaft auch helfen.“ Die immer noch hohe Wertschätzung Flicks, der einst auch für Edenkoben und Saarbrücken in der Regionalliga und im DFB-Pokal stürmte, lässt sich an dessen „Bewachung“ ableiten: Wenn eine Standardsituation vor des Gegners Kasten ansteht, „kleben mindestens zwei Spieler an mir, oft auch drei“, erzählt Flick schmunzelnd. Es sei für ihn mittlerweile nicht mehr einfach, Sprintduelle gegen 20 Jahre jüngere Gegenspieler zu gewinnen, doch in puncto Ballsicherung kann ihm auch heute noch keiner in der B-Klasse das Wasser reichen. Auch das macht ihn so wertvoll für den TVH III. Es mache ihm derzeit „wirklich großen Spaß“, zumal die Fitness zurückgekommen sei. Flick schwärmt von seinen Mitspielern. Von Malek Doumi und Christoph Keller, die die Flanken von links und rechts bringen. Von den Freistößen von Tobias Daub oder Moritz Schneider, dem Sohn seines früheren Mitspielers zu SCH-Regionalligazeiten, Ulrich Schneider, der „wie sein Vater die Bälle hinten rauskloppt“. Zum Spitzenspiel am Sonntag gegen Tabellenführer FC Merzalben sei nun auch Thomas Falkenhain nach langer Verletzungspause wieder mit von der Partie. Flick verspricht Merzalben einen heißen Tanz und freut sich auf ein Wiedersehen mit FCM-Spielertrainer Sebastian Stanjek, dessen Trainer er in der Oberligasaison 2008/09 war. Der 4. Spieltag B-Klasse Pirmasens/Zweibrücken West: Oberauerbach - VB Zweibrücken II (heute, 19 Uhr), Herschberg II - Maßweiler, Battweiler/Reifenberg II - Thaleischweiler (beide Sonntag, 13.15 Uhr), Althornbach - Wiesbach, Stambach - Hornbach/Rimschweiler, Höheinöd - Großsteinhausen II, Martinshöhe - Ixheim II, Höhmühlbach - PSV Pirmasens (alle Sonntag, 15 Uhr). B-Klasse Pirmasens/Zweibrücken Ost: Hinterweidenthal II - Heltersberg (Samstag, 15 Uhr), Fehrbach II - Busenberg (Sonntag, 12.45 Uhr), TV/SC Hauenstein III - Merzalben (Sonntag, 13.15 Uhr), SV RW Pirmasens - Obersimten, Hilst - Geiselberg, Ruhbank - TuS/DJK Pirmasens (alle Sonntag, 15 Uhr), Winzeln - Clausen (Sonntag, 15.15 Uhr), Bruchweiler - Burgalben (Sonntag, 17 Uhr). B-Klasse Kaiserslautern/Donnersberg Süd: Schmalenberg - Fatihspor Kaiserslautern (Sonntag, 15 Uhr). B-Klasse Südpfalz West: Klingenmünster - Lug/Schwanheim (Sonntag, 15 Uhr).

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