Pirmasens
Wird die ASB-Rettungswache 2028 fertig?
Das war so nicht geplant: Ursprünglich sollte im nichtöffentlichen Teil der Entwurfsplan für die neue vom ASB betriebene Rettungswache vorgestellt werden. Aber einige Ortsbeiräte forderten, das Thema, das den Ortsbeirat schon einige Monate beschäftigt, im öffentlichen Teil zu behandeln. In einer schnell einberufenen nichtöffentlichen Sitzung stimmte der Ortsbeirat dann auch für eine Vorstellung des Plans im öffentlichen Teil.
Peter Spitzer, Vorsitzender des ASB-Kreisverbandes Südpfalz, hatte für die Planpräsentation Lennard Streuber vom „Streuber Architektur- und Sachverständigenbüro Zweibrücken“ mitgebracht. Begründet hat Spitzer die ursprüngliche Vorgehensweise, die Planvorstellung zunächst in der nichtöffentlichen Sitzung zu besprechen, damit, dass der Bauantrag erst am nächsten Tag eingereicht wird.
Über eine neue Rettungswache wird in Pirmasens schon längere Zeit gesprochen. Die vom ASB in der Pettenkoferstraße am Städtischen Krankenhaus betriebene Rettungswache entspreche nicht mehr den rechtlichen Vorgaben, sagte Spitzer. Zudem decke eine Rettungswache in Niedersimten einige bestehende „weiße Flecken“ ab. Beispielsweise verkürze sich die Fahrt von Rettungswagen nach Hilst, Schweix und Eppenbrunn erheblich.
Für den Neubau ist das Gelände der ehemaligen Schreinerei Seibel in der Lothringer Straße 11 nahe des Ortseingangs von Pirmasens kommend vorgesehen, das der Arbeiter-Samariter-Bund schon erworben hat. Vier Stellplätze für Rettungswagen und eine Wasch- und Desinfektionshalle sieht der Plan vor, im angrenzenden zweigeschossigen Gebäude sind Büro, Lager und Ausbildungsräume geplant.
Er wollte die Planung zunächst dem Ortsbeirat vorstellen, bevor der Bauantrag gestellt werde, sagte Spitzer. Er sehe durch die neue Rettungswache auch eine Aufwertung für den Ort. Noch sei die Planung nicht festgezurrt, Änderungen bei der Gebäudeanordnung oder der Ausfahrt der Rettungsfahrzeuge seien möglich.
Das könnte durchaus notwendig sein, denn unter dem Geländes fließt die Felsalb unterirdisch durch. Das könnte Probleme beim Hochwasserschutz geben, war die Meinung einiger Ortsbeiratsmitglieder.
Nach dem Zeitplan für die neue Rettungswache gefragt, sagte Spitzer, dass der ASB hoffe, Anfang 2028 fertig zu sein.
Über die Spender und Mülleimer für Hundekotbeutel wurde dann auch noch diskutiert: Ihren Antrag zu deren Aufstellung in der Straße zur Littersbachermühle vor dem Parkplatz zum Bolzplatz hatte die SPD-Fraktion schon am 6. November gestellt. Da der Bolzplatz künftig stärker für Veranstaltungen genutzt werden soll, sei dort eine Spender-Aufstellung sinnvoll, so die Begründung.
Im Gersbachtal seien auch keine Hundekotbeutelspender installiert, wurde im Antrag beklagt. An der Straße oberhalb des ehemaligen Schwimmbades stehe ein Mülleimer, der mit einem Spender ergänzt werden könne.
Nach einer Diskussion über die Zweckmäßigkeit von Hundebeutelspendern, vor allem in der Ortsmitte, entschied sich der Ortsbeirat, einen solchen Spender am Spielplatz an der Almstraße installieren zu lassen. Sein Vorgänger war erst im vergangenen Jahr demontiert worden.