Pirmasens
Wird 2026 ein Superwahljahr für Pirmasens?
Mit welcher Wahl geht es los?
Am 22. März sind die Wahlen zum rheinland-pfälzischen Landtag. Für den Wahlkreis Pirmasens sind bereits einige Kandidaten von ihren Parteien benannt worden. Für die CDU tritt Christoph Reichert (Hauenstein) an. Er hat bei der letzten Wahl das Direktmandat gewonnen. Die SPD hat Markus Keller (Bobenthal) nominiert. Der bisherige SPD-Landtagsabgeordnete Alexander Fuhr (Dahn) tritt nicht mehr an. Für die AfD bewirbt sich Lutz Wendel (Eppenbrunn) um das Direktmandat. Zum Wahlkreis gehören neben der Stadt Pirmasens noch die Verbandsgemeinden Pirmasens-Land, Rodalben, Hauenstein sowie das Dahner Felsenland.
Wann ist die OB-Wahl?
Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit wird in Pirmasens im kommenden Jahr ein neuer Oberbürgermeister oder eine Oberbürgermeisterin gewählt. Die Amtszeit von Markus Zwick (CDU) endet am 30. April 2027. Weil bestimmte Fristen eingehalten werden müssen, muss die OB-Wahl zwischen 31. Juli 2026 und 31. Januar 2027 stattfinden. Den endgültigen Wahltermin legt der Stadtrat fest und stimmt ihn mit der Aufsichtsbehörde ab. Bislang ist noch unklar, wann dieser Tagesordnungspunkt im Stadtrat aufgerufen wird. Hinter vorgehaltener Hand ist jedoch zu hören, dass dies wohl noch in diesem Jahr geschieht. Es ist davon auszugehen, dass die OB-Wahl im Herbst kommenden Jahres über die Bühne geht. Die heiße Phase des Wahlkampfs könnte nach den Sommerferien beginnen.
Was sonst noch?
2027 enden auch die Amtszeiten von Bürgermeister Michael Maas (CDU) und Beigeordneter Denis Clauer (CDU). Ähnlich wie bei der Wahl zum Oberbürgermeister muss die Nachfolge rechtzeitig geregelt werden. Konkret bedeutet das: frühestens neun Monate und spätestens drei Monate vor Ablauf der Amtszeit. Nach allem, was bislang bekannt ist, will die Koalition aus CDU, FWB und FDP die Wahl von Bürgermeister und Beigeordnetem für die Zeit nach der OB-Wahl terminieren. Zudem wird davon ausgegangen, beide Wahlgänge in einem Rutsch über die Bühne gehen zu lassen. Auf die Pirmasenserinnen und Pirmasenser dürfte das jedoch keine direkte Auswirkungen haben, denn die Wahlen finden durch den Stadtrat statt.
Wer tritt an?
Es ist davon auszugehen, dass sowohl bei der OB-Wahl als auch im Falle von Bürgermeister und Beigeordnetem die Amtsinhaber wieder kandidieren. Markus Zwick hat nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass er eine zweite Amtszeit anstrebt. Seine Partei wird ihm die Kandidatur sicherlich nicht ausreden wollen. Bei seinen Parteifreunden Denis Clauer und Michael Maas wird ebenfalls erwartet, dass sie wieder antreten. Ihre Wahl gilt als vergleichsweise sicher, da die Koalition aus CDU, FWB und FDP eine Mehrheit im Stadtrat hat und die Wahl der Stadtspitze Teil der Koalitionsvereinbarungen sind. Nach derzeitigem Stand der Dinge ist nicht zu erwarten, dass die Koalition vorher zerbricht. Sie arbeitet geräuschlos zusammen.
Wie sieht es bei den anderen Parteien aus?
Die spannendste Frage dürfte sein, wen die SPD ins Rennen um die OB-Wahl schickt. Aus ihrem Selbstverständnis heraus kann es sich die Partei eigentlich nicht leisten, niemanden aufzustellen. Zumal ihr Kandidat Sebastian Tilly sich bei der letzten Wahl nur vergleichsweise knapp Markus Zwick geschlagen geben musste. Ob Tilly noch mal antritt, ist unklar. Weitere Namen, die kursieren sind die des neuen Parteichefs Christian Zehfuss. Außerdem gilt Giuseppe di Benedetto als ein Sozialdemokrat, dem viele Genossen etwas zutrauen. Sollte von diesen drei SPD-Männern keiner die Hand heben, wäre auch ein Kandidat oder eine Kandidatin von außerhalb denkbar. Unklar ist derzeit auch noch, wie sich die AfD verhält. Ob sie einen Kandidaten für die OB-Wahl benennt, ist genauso unklar, wie die Frage, wer das sein könnte.
