Pirmasens Weihnachtsgruß wird zum Lied

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Mit seinem selbst komponierten, selbst eingespielten und selbst abgemischten Lied „Rock’n Roll Christmas“ beteiligt sich Julian Herder am SWR-1-Weihnachtssong-Contest. Eigentlich sei der Song zunächst als musikalischer Weihnachtsgruß für Freunde und Bekannte entstanden. Jetzt hofft der 26-jährige Student aus Schindhard, dass er in die nächste Phase des Wettbewerbs kommt.

Herder ist ausgebildeter Musiker. An der Popakademie in Köln ist er unter anderem Studiomusiker geworden – was ihm jetzt zugute kommt. „Ich hab auf der Fahrt an die Uni von dem Wettbewerb gehört und spontan an mein Lied gedacht“, schildert der junge Lehramtsstudent (Musik und Englisch), der nach Landau pendelt. Sein englisches Weihnachtslied lag bis vor einigen Tagen „in der Schublade“. „Ich wollte den Refrain eigentlich vor drei Jahren an Freunde verschicken, als Audiogruß statt Weihnachtskarten“, erinnert sich Herder, „doch dann hab’ ich mir Gedanken gemacht und einen ganzen Song geschrieben.“ „Rock’n Roll Christmas“ handelt – ganz in der Tradition zahlreicher Weihnachtslieder – vom Fest daheim bei den Liebsten und davon, dass es nicht immer große Geschenke geben muss. Herder: „Manchmal kommt’s nur auf ein paar nette Worte an.“ In nur drei Stunden habe er das Lied geschrieben und die Instrumente dazu selbst eingespielt. Herder spielt neben Gitarre auch Klavier, Bass und Schlagzeug. Jüngst hat er sich auch Blasinstrumenten zugewandt und singen kann er auch. Das Abmischen des Songs im Tonstudio im Keller des Elternhauses habe dann doch etwas mehr Zeit benötigt. „Da ist man froh, wenn das erledigt ist“, gibt er schmunzelnd zu. Schließlich höre man das Lied dabei immer und immer wieder. Seine Leidenschaft für Musik habe wohl mit der musikalischen Früherziehung begonnen. Als Kind habe er Keyboard-Unterricht bekommen und als Jugendlicher dann erst mal pausiert. „Mit der Gitarre hat es dann richtig angefangen“, erzählt der 26-Jährige. Musiker ist sein Traumjob. Als Lehrer will er diesen Traum mit einem verlässlichen Auskommen verknüpfen. Die Ausbildung an der Popakademie sei sehr wichtig gewesen. Herder: „Wenn man viele Songs schreibt, profitiert man vom gelernten Handwerk. Für ein oder zwei gute Songs reicht Talent.“ Er stelle einen hohen Anspruch an sich und seine Lieder: „Da landet auch schon mal was nach einigen Stunden Arbeit im Papierkorb.“ Herder: „Ein Lied muss in sich zusammenpassen.“ Den Radio-Wettbewerb verfolgt Herder meist im Auto auf dem Weg zur Uni: „Da sind schon professionelle Konkurrenten dabei.“ Jetzt hofft er, dass die Jury des Senders ihn kommende Woche in die nächste Runde hievt – dann entscheiden die Radiohörer in einer Abstimmung über den „Weihnachtssong 2014“. Sollte es dazu kommen, hofft er auf möglichst viele Stimmen aus der Südwestpfalz: „Es würde mich sehr freuen, wenn den Menschen mein Lied gefällt und sie mich unterstützen.“ (bgi)

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