Pirmasens Vier-Klassen-Unterschied spiegelt sich im Ergebnis

Thaleischweiler-Fröschen- Wallhalben. Volles Haus und viele Tore: Die 32. Auflage des Hallenturniers der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Fröschen-Wallhalben, die zweite unter dem neuen Namen, bot drei Tage lang ansprechenden Hallenfußball, die Endrunde am Mittwochabend schauten sich mehr als 600 Zuschauer an. Die sahen, wie die erste Mannschaft der SG Rieschweiler den Siegerpokal entgegennahm: Der Verbandsligist schlug den TuS Maßweiler im Finale mit 15:0. Dritter wurde die Spvgg Battweiler/Reifenberg.

In Zweierreihen standen die Fußballfreunde noch oberhalb der voll besetzten Tribüne, ein Mitglied des Kassenpersonals wollte die offizielle Zuschauerangabe noch toppen und sprach von „mindestens 800 Zuschauern“. Wie auch immer, die Stimmung war top in der Sporthalle der Integrierten Gesamtschule, zunächst galt dies auch für die wackeren B-Klassisten vom TuS Maßweiler. Der Einzug ins Endspiel konnte von Spielertrainer Stefan Kehl & Co. schon als Riesenerfolg gewertet werden, die Finalteilnahme sicherte sich Maßweiler im letzten Spiel der Endrundengruppe B gegen die SG Obernheim/Kirchenarnbach. Um den FK Petersberg auszustechen, der zuvor den SV Herschberg mit 2:1 bezwungen hatte, musste Maßweiler zwei Tore schießen und tat das auch. Das 2:1 gegen den Titelverteidiger Obernheim beförderte den TuS ins Endspiel. Dort hatte Maßweiler gegen die SG Rieschweiler I aber nicht den Hauch einer Chance. Während der zweimal 15 Minuten spielte nur der Verbandsligist, Treffer von Maximilian Buchholz (4), Manuel Megel (3), Christoph Weis (3), Quincy Henderson (3) und Daniel Preuß (1) sowie ein Eigentor eines TuS-Akteurs ließen das Resultat dem Vier-Klassen-Unterschied entsprechend ausfallen. Maßweilers Spielertrainer Stefan Kehl sah seine Truppe während der ersten Halbzeit noch gut kämpfen und Tormöglichkeiten herausspielen, vor allem Kehl selbst und Sascha Joas zeigten sich abschlussfreudig. Zum Seitenwechsel stand es auch nur 0:4. „Danach sind wir eingebrochen, 15 Gegentore hätten es jetzt nicht sein müssen“, sagte Kehl schon etwas enttäuscht. SGR-Coach Björn Hüther, der gerade seinen Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert hat, war über den 14. Titel bei diesem VG-Turnier glücklich, seine Truppe sei souverän durchs Turnier gegangen. „In einem so langen Endspiel macht sich der Klassenunterschied natürlich bemerkbar“, meinte er. Die SG I, die schon in den drei Vorrundenspielen 14 Tore geschossen hatte, legte in den drei Endrundenpartien noch mal 16 Treffer nach, dazu kamen die 15 aus dem Endspiel. Gegentreffer kassierte die Hüther-Truppe in den sieben Partien nur sechs. SGR-Keeper Jan Ohle wurde zum besten Torhüter der Hallenmeisterschaft gewählt. Im Spiel um Platz drei hatte nach 20 abwechslungsreichen Minuten die Spielvereinigung Spvgg Battweiler/Reifenberg gegen den FK Petersberg mit 4:3 die Nase vorn. Joshua Jost und Sven Sewohl schossen Battweiler/Reifenberg bis zur fünften Spielminute in Führung, für Petersberg verkürzte Christoph Theison. Sascha Frick besorgte dann das 3:1 für die Spielvereinigung, Christian Mehlich und Christian Reichert trafen in der 13. und 14. Spielminute aber wieder zum Ausgleich. Der FK Petersberg drängte jetzt auf mehr, ein weiterer Treffer von Frick ließ Battweiler/Reifenberg zum Gewinner werden. Neben diesen Mannschaften hatten es auch der FC Höhfröschen, der SC Weselberg, der SV Herschberg und die SG Obernheim/Kirchenarnbach in die Endrunde geschafft. Herschberg stellte mit Dennie Schmidt (13 Tore) den erfolgreichsten Schützen des Drei-Tage-Turniers, der SC Weselberg nahm den Fair-Play-Pokal in Empfang. (bun)

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