Pirmasens/Zweibrücken Vergewaltigung einer Kameradin: Drei Jahre Haft für zwei Soldaten

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Das Landgericht Bad Kreuznach hat am Mittwoch zwei Soldaten zu jeweils drei Jahren Haft verurteilt, darunter einen Mann aus Pirmasens. Das Gericht sieht es als erwiesen an, dass die beiden Männer im März 2018 eine Kameradin am Bundeswehrstandort Baumholder vergewaltigten. Der jüngere Angeklagte aus Solingen wurde in Tateinheit mit Körperverletzung verurteilt, weil er die Zweibrückerin während der Tat gebissen haben soll. Der andere, ein Pirmasenser, wurde allein wegen Vergewaltigung verurteilt.

Angeklagte sagten widersprüchlich aus

Nach den Worten eines Gerichtssprechers floss in das Urteil mit ein, dass die beiden Männer im Prozess „ein widersprüchliches Aussageverhalten“ an den Tag legten. Am ersten Verhandlungstag hätten sie bestritten, dass es zum Geschlechtsverkehr mit der Frau kam; am zweiten Prozesstag hätten sie geschildert, das Ganze sei einvernehmlich geschehen. Ihre Kameradin hingegen habe den Vorfall in mehreren Aussagen − bei der Bundeswehr, bei der Polizei und vor Gericht − detailreich und stringent geschildert. Es gebe keine Zweifel an ihrer Glaubwürdigkeit. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Den Verurteilten aus Solingen erwartet noch ein weiteres Verfahren: Nach Informationen der RHEINPFALZ war er an einer weiteren Vergewaltigung der Frau im Juni 2018 in Zweibrücken beteiligt.