Flugplatz-Konzerte Unplugged und draußen

Jan-Luca Ernst, der bei „The Voice of Germany“ mitwirkte, kommt zum  Outdoor-Konzert mit Band.
Jan-Luca Ernst, der bei »The Voice of Germany« mitwirkte, kommt zum Outdoor-Konzert mit Band.

Ab 6. Juni gibt es wieder Livemusik an der Zweibrücker Konzerthalle am Flugplatz. Unplugged und draußen, vor der Halle. Bis Ende Juli. Noch steht nicht fest, wer alles kommt. Aber die Konzerte werden durchlaufen, verspricht der Hallenbetreiber.

Thorsten Albrecht, Betreiber der Konzerthalle am Flugplatz, wagt als erster Zweibrücker Kulturanbieter aus der Gastronomieszene einen Schritt in ein Stück Normalität. Am 6. Juni um 19 Uhr wird Dirk „Nelly“ Brill dort das erste Konzert nach dem Beginn der Corona-Krise geben. Allerdings draußen, links neben der Halle.

Albrecht plant, in den Monaten Juni und Juli jeden Samstag ein Akustikkonzert an der frischen Luft neben der Eventhalle anzubieten. „Wir bauen eine kleine Bühne auf. Das Ganze wird abgesperrt.“ Die Konzertreihe soll draußen stattfinden, „weil ich die Abstände outdoor besser einhalten kann als drinnen“.

Mit Platzanweiser

Nur bei schlechtem Wetter will Albrecht in die Halle ausweichen, was allerdings auch wirtschaftliche Gründe hat. Draußen darf er ab 27. Mai Konzerte für 100 Zuschauer veranstalten, ab 10. Juni sogar für 250. In die Halle darf er ab 10. Juni hingegen höchstens 75 Besucher lassen, weshalb Dirk „Nelly“ Brill in jedem Fall nur im Grünen auftreten wird.

Vom 24. Juni an wird die zulässige Menschenmenge bei einer Veranstaltung im geschlossenen Raum auf 150 erhöht. Ob Albrecht diese Maximalzahl überhaupt erreichen kann, ist unklar. „Das hängt davon ab, wie sich die Hygienebestimmungen entwickeln. Unter den jetzigen Bedingungen, mit 1,50 Metern Abstand, sind es in der Halle maximal 100 Leute.“

Auch im Freien wird es anders sein als sonst. „Die Leute bekommen einen Platz zugewiesen. An einem Stehtisch oder einen Sitzplatz. Es gibt keine Selbstbedienung. Die Besucher werden bedient. Es gibt auch kein normales Konzertgefühl, in der Art, dass die Leute tanzen können. Personen aus maximal zwei Haushalten dürfen an einen Tisch und 1,50 Meter Sicherheitsabstand dazwischen.“

Auf Dirk „Nelly“ Brill folgt am 13. Juni das „13 PS Acoustic“-Duo, das aus Pepe Pirmann und Sascha Giro besteht. Am 20. Juni kommen die Zwillinge Julian und Sascha Coles mit ihrer Band. Bei diesen drei Konzerten wird es Hits von gestern bis heute geben. Für den 27. Juni ist dann das Ed-Sheeran-Tribute mit Shape of Ed vorgesehen.

Für die Zeit danach stehen nur die beiden Gruppen fest, die zum Finale am 25. Juli auftreten. Zuerst spielt die Band „W3P“ mit Peter Potens, Lars Lunova, Markus Wille und Porty Portner. Das Quartett hat bei den täglichen Aufzeichnungen der „Musik aus der Worschdkich“ zusammengefunden. Außerdem wird der Pfälzer Jan-Luca Ernst mit seiner Band dabei sein. Das Doppelkonzert steht unter dem Motto „No Stadtfest! No Problem!“.

September: Normalbetrieb

Nicht nur für diesen Zeitpunkt hofft Albrecht auf weitere Erleichterungen für Veranstaltungen. Ab September sind nämlich in der Konzerthalle wieder zahlreiche größere Veranstaltungen geplant. Nahezu an jedem Wochenende, manchmal freitags und samstags, gibt es dort Konzerte oder Comedy.

Albrecht plant diese Veranstaltungen nicht aus Hoffnung, Jux oder Tollerei. „Das, was wir jetzt im Juni und im Juli machen, ist ein Tropfen auf dem heißen Stein. Ich glaube nicht, dass viel getrunken wird. Ich weiß auch nicht, wie viele Leute kommen werden. Aber es ist besser als nichts. Irgendwann muss man ja wieder anfangen.“

Wichtiger für die Existenz der Halle ist, dass es weitere Lockerungen ab September gibt. „Ehrlich gesagt: Wenn ich im September nicht anfangen kann mit den normalen Konzerten, dann brauche ich gar nicht mehr aufzusperren. Das ist einfach so. Wir müssen dann wieder in den normalen Betrieb können. Mit Konzerten und vor allem Privatveranstaltungen, die uns ja komplett weggebrochen sind.“