Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel Umfrage: So verdienten Pirmasenser das erste eigene Geld

Noch einen Kaffee? Kellnern ist als Ferienjob beliebt.
Noch einen Kaffee? Kellnern ist als Ferienjob beliebt.

Ferienjobs ermöglichen Schülern und Studenten erste Einblicke ins Arbeitsleben. Wir haben Besucher des Pirmasenser Wochenmarkts nach Erinnerungen an ihre ersten Jobs befragt.

Arbeiten, wenn andere Urlaub machen: Ferienjobs sind für Schüler und Studenten wichtig. Sie fördern die Selbstständigkeit und bringen erstes eigenes Geld. Eva Reppe erinnert sich, dass sie als Studentin in einer Tankstelle in Vinningen gearbeitet hat. „Damals war ich 19 oder 20 Jahre alt und stand hauptsächlich an der Kasse. Fast jeden Samstag habe ich dort gearbeitet, und es hat mir Spaß gemacht. Wenn mal die Kasse nicht gestimmt hat, war mein Chef sehr kulant“, erzählt Reppe. Aus der Zeit hinter der Tankstellenkasse habe sie einiges mitgenommen. Sie hatte damals ersten richtigen Kontakt zu Kunden und lernte viele Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen kennen.

Joachim Ringelspacher hat als 15-Jähriger den Kirchenboten, eine christliche Wochenzeitung, ausgetragen. „Pro Heft gab es damals 30 Pfennige, unterm Strich bin ich mit 50 Mark raus. Das war zwar nicht viel, aber mein erstes richtiges Geld, das ich selbst verdient habe. Da war ich schon stolz“, sagt er. Genau wisse er es nicht mehr, aber sehr wahrscheinlich habe er dieses Geld in Schallplatten investiert“, erzählt Ringelspacher schmunzelnd weiter.

In ganz Deutschland unterwegs

Benjamin Gundacker hat erstmalig in der Zeit zwischen Bundeswehr und Studium gejobbt. „Sechs Monate lang habe ich im Konzert- und Messebau gearbeitet – und das ohne Vorkenntnisse. Ich war in ganz Deutschland unterwegs, und das war richtig interessant. Bei der Messe IAA war ich zum Beispiel beim Aufbau der VW-Halle beteiligt“, berichtet Gundacker.

Ida Kupovoj hat bereits mit 14 Jahren in einer Papierfabrik in Bietigheim gearbeitet. „Da durfte man schon mit 14 Jahren anfangen, Kataloge machen und Bücher einbinden. Ich war fast die kompletten Sommerferien dort und habe damals über 1000 Mark verdient. Das war für mich viel Geld – und die Arbeit war auch sehr interessant“, erzählt sie auf dem Wochenmarkt.

Führerschein selbst finanzieren

Der Sohn von Nina Anschütz, 16 Jahre alt, hat in den vergangenen Ferien in der Produktion gearbeitet, wie seine Mutter berichtet. „Mein Sohn ist ein toller Kerl, der bescheiden ist und keine großen Ansprüche stellt. Das Geld, das er jetzt verdient, will er für seinen Führerschein sparen“, erzählt Anschütz. „Er will ihn komplett allein finanzieren, da habe ich vollsten Respekt vor ihm“, sagt die Mutter stolz.

Michael Veith hat 2012 sein Abitur gemacht – in dieser Zeit arbeitete er als Parkanweiser im Zweibrücker Outlet, wie viele junge Erwachsene in seinem Freundeskreis. „Bei Wind und Wetter standen wir draußen und haben die Autos angewiesen. Aufpassen musste man, wenn viel Betrieb war, dass man nicht umgefahren wird. Da gab es schon den ein oder anderen Rowdy unter den Autofahrern“, erinnert sich Veith. Das Geld, das er damals verdiente, habe er nicht gespart, sondern in seine Freizeitaktivitäten gesteckt.

Eva Reppe
Eva Reppe
Joachim Ringelspacher
Joachim Ringelspacher
Benjamin Gundacker
Benjamin Gundacker
Ida Kupovoj
Ida Kupovoj
Nina Anschütz
Nina Anschütz
Michael Veith
Michael Veith
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