Meinung Studenten haben realistische Ideen für alte Pirmasenser Schuhfabriken
Eine Kommune in Gersbach mit mehr als 70 Menschen in einem Gebäude, vielen Gemeinschaftsflächen und entsprechendem Austausch – das hat sich ein Student der RPTU Kaiserslautern für die ehemalige Palatia-Fabrik überlegt. Und das dürfte so gar nicht das gewesen sein, was sich der Stiftungsvorsitzende Denis Clauer für seinen Vorort vorgestellt hat. Bei Studentenprojekten dieser Art kommen meist große Museen, Gewerbelösungen mit vielen kleinen und neuen Unternehmen oder schicke Loftwohnanlagen heraus – in denen sich die betuchten Bewohner schön abschirmen können.
Nicht so bei dem Projekt „z.B. hier leben – Zukunftsbilder für gemeinschaftliches Wohnen und Arbeiten“ . Wie der Titel sagt, ist möglicher Wohnraum in der alten Bausubstanz im Blick. Die radikalste Lösung war das sofortige Bewohnen nach Einbau von ein paar Fenstern, die sich eine Studentin ausgedacht hat. Von der bewohnten Zelle aus könnte dann der Rest des Gebäudekomplexes auf ähnliche Art wieder belebt werden. Dafür würden sich wahrscheinlich sogar sofort Dutzende Interessenten finden.
Die Zeit für die ganz großen und teuren Lösungen ist auf jeden Fall vorbei. Es ist erfreulich, dass sich Clauer sogar mit den vorgestellten Ideen anfreunden könnte.
