Pirmasens Stadtwerke sehen nur geringes Infektionsrisiko in Schulbussen

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Am kommenden Montag beginnt in Rheinland-Pfalz wieder der Präsenzunterricht für die ersten vier Klassen der Grundschulen. Gleichzeitig nehmen die Verkehrsbetriebe wieder alle Schulfahrten für die Pirmasenser Grundschulen inklusive der angeschlossenen Vororte auf.

Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie informieren die Verkehrsbetriebe, dass das Infektionsrisiko im öffentlichen Nahverkehr gerade in den Bussen sehr gering ist. Darauf verweisen einer Mitteilung der Stadtwerke zufolge auch die einschlägigen Expertengremien der Bundesregierung. Um sich anzustecken, müsse eine Person eine bestimmte Menge an Viren einatmen. Wie hoch diese minimale Infektionsdosis beim Coronavirus sei, wisse man bislang nicht genau. Ein weiterer, wichtiger Punkt sei die Kontaktdauer, erklären die Stadtwerke.

Bei einer kurzen, innerstädtischen Fahrt liegen die Haltestellen sehr dicht beieinander, sodass alle paar Minuten ein Stopp eingelegt wird, bei dem sich die Türen öffnen. Dies sorge für eine ausreichende Belüftung und verringere eine mögliche Virenkonzentration deutlich.

Der Verband deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) habe Messungen vorgenommen mit dem Ergebnis, dass es bei jedem Halt zu einem „fast vollständigen Luftaustausch“ im Bus komme. Der Verband berufe sich dabei auf technische Merkmale der Lüftungsanlagen und entsprechende Berechnungen.

„Da im Schnitt die Aufenthaltsdauer in unseren Bussen bei rund 15 Minuten liegt, ist dank geringer Kontaktdauer das Ansteckungsrisiko gering“, sagt Christoph Dörr, Geschäftsführer der Stadtwerke Pirmasens. In vielen Fällen – gerade bei den Schulfahrten – sei der Fahrtweg kurz und damit nehme die Verweildauer im Bus nochmals ab.

Dörr gibt noch einen Hinweis zur Maskenpflicht: „Die Maskenpflicht im ÖPNV minimiert noch einmal das Ansteckungsrisiko im Bus – auch dann, wenn zeitweise das Abstandhalten schwierig ist.“ In den Schulbussen gilt aus diesem Grund für die Grundschüler: Auch sie müssen OP- oder FFP2-Masken tragen. Stoffmasken, Schals oder ähnliches sind nicht erlaubt. „Eltern brauchen sich dennoch keine Sorgen zu machen, denn wir lassen kein Kind an der Haltestelle zurück – unser Fahrpersonal hilft bei Bedarf den Grundschülern, die keine oder die falsche Maske dabei haben, mit kostenlosen OP-Masken aus“, verspricht Christoph Dörr. In Zweibrücken hatte unlängst ein Fall für Diskussionen gesorgt, bei dem ein Kind nicht in den Bus steigen durfte, weil es seine Maske daheim vergessen hatte.