Fußball
Sportvereinigung Ludwigswinkel: Opa mit Sohn und Enkel zusammen auf dem Rasen
SpVgg Ludwigswinkel: Opa, Sohn und Enkel in einer Elf
Das gab es wohl nur ganz selten, vielleicht sogar noch nie. In der Fußball-C-Klasse Pirmasens/Zweibrücken Ost standen im Spiel der SG Heltersberg/Geiselberg II gegen die Sportvereinigung Ludwigswinkel in den letzten 13 Minuten der Partie ein Großvater, sein Sohn und sein Enkel auf dem Platz.
Opa Hans Jürgen Flickinger ist 70 Jahre jung und wurde in der 77. Minute eingewechselt. Sein Sohn Stiven Flickinger (39) und dessen Sohn Noah Weippert (21) standen in der Startformation der zurzeit mit Personalproblemen kämpfenden Ludwigswinkler. Flickinger war zuletzt sogar über 90 Minuten für seinen Verein am Ball gewesen. Er ist Spielleiter und Aktivposten bei der überaus erfolgreichen Ü50 und Ü60 der SG Sauerbachtal und gehört daher selbst mit 70 Jahren noch nicht zum alten Eisen. „Wir waren alle drei schon ein bisschen stolz, dass uns das noch einmal gelungen ist, gemeinsam in einem Punktspiel zum Einsatz zu kommen“, sagte Opa Flickinger.
TV/SC Hauenstein: Drei Platzverweise in einem Spiel
Erneut hat es in einem Fußball-B-Klasse-Spiel des TuS Rumbach „gerumst“. Wie vor zwei Wochen beim 0:2 gegen den FC Rodalben II zückte der Schiedsrichter gleich dreimal Rot. Doch dieses Mal zeigte der Schiri ausschließlich dem Gegner, dem TV/SC Hauenstein II, die Karte, die den Ausschluss vom Spiel bedeutet.
„Es war ein ganz normales Spiel, nur hatte der Unparteiische das Geschehen nicht im Griff“, nahm TVH-Spielertrainer Jannik Oestreicher Stellung. So habe Referee Michael Schilling für ein „Allerweltsfoul“ von Max Thiel „knallrot“ gegeben. Oestreicher: „Hier war Gelb möglich, aber niemals Rot.“ Das gleiche Schicksal ereilte fünf Minuten danach Mohamed El-Ekaoui, der nach einem laut Oestreicher „normalen Zweikampf“ mit Rot des Feldes verwiesen wurde. Als wenig später TVH-Ersatzkeeper Sven Huthmacher nach einem Foul an Sebastian Busch gesagt habe, dass „sogar Blut“ bei Busch zu sehen sei, sah auch er an der Außenlinie die Rote Karte. Hauenstein verlor mit 2:3.
SV Hinterweidenthal: Eigentor bei Comeback
Wir bleiben in der B-Klasse Ost: Bei SV Hinterweidenthal II gegen FC Fischbach spielten die älteren (Fußball-)Semester die Hauptrollen. Da wäre zunächst der Vorsitzende des SVH, Florian Eder, Stammkraft in der zweiten Mannschaft, die auf dem letzten Platz liegt. Eder brachte sein Team mit einem Freistoß und einem Tor, „das man einfach machen muss“, wie er anmerkte, mit 2:0 in Führung. Der dritte Saisonsieg schien nahe. Doch dann traf Ricardo Ganster für Fischbach (77.). Nur noch 2:1.
90 Minuten waren gespielt, und Hinterweidenthal II führte immer noch. Doch dann unterlief dem Verbandsportal „fussball.de“ zufolge in der Nachspielzeit ausgerechnet Eder ein Eigentor zum 2:2-Endstand. „Wäre eine schöne Geschichte, aber ich war es nicht“, erklärte Eder. Sein Mitspieler Mathias Burkhart (43) sei der Pechvogel gewesen. Der als Langläufer bekannte Hinterweidenthaler, 2015 Wasgaucup-Gesamtsieger, war nach sehr langer Fußballpause mal wieder ins Trikot des SVH geschlüpft.
FC Fischbach: Ein „junger“ 59-Jähriger hilft aus
„Ich suche einen jungen, talentierten Spieler für unser Auswärtsspiel in Hinterweidenthal.“ Diese WhatsApp-Nachricht sendete der Co-Trainer des FC Fischbach, Dominik Metz, am Freitagabend an Mike Brewer. Jung und talentiert? Nun, der ehemalige Ober- und Verbandsligaspieler in Diensten des FC Dahn kann zwar immer noch ein Spiel lesen und führen, aber jung ist er mit seinen 59 Jahren nicht mehr. Dennoch sagte er zu und setzte sich in Hinterweidenthal auf die Ersatzbank, von wo er in der 28. Minute aufs Spielfeld marschierte, weil sich ein Mitspieler verletzt hatte. „Das war in dieser Saison bereits mein dritter Einsatz“, weil wir riesiges Verletzungspech haben“, erklärte Brewer. Nach etwa 30 Minuten B-Klasse-Fußball wechselte Brewer wieder zurück auf die Ersatzbank, weil noch ein Spieler nachgekommen war, „und der sollte auf jeden Fall spielen“, so Brewer, der mit dem einen Punkt noch zufrieden war, denn es war der erste seit dem 28. November (5:4 gegen TuS/DJK Pirmasens).