Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Sieben Titel in drei Saisons: Sensationelle Bilanz von Julian Kölsch

Trifft auch im grünen Trikot der FV Münchweiler sehr oft: Julian Kölsch, hier im Spiel gegen den FC Merzalben.
Trifft auch im grünen Trikot der FV Münchweiler sehr oft: Julian Kölsch, hier im Spiel gegen den FC Merzalben.

Kein anderer Fußballer in der Südwestpfalz hat im dritten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts bislang so viele Titel errungen wie Julian Kölsch.

Seine Erfolgsserie begann in der Saison 2021/22. Da wurde Julian Kölsch mit der Spielvereinigung Waldfischbach/Burgalben Meister der A-Klasse Pirmasens/Zweibrücken. Dann kehrte er zu seinem Heimatverein, dem FC Rodalben, zurück, mit dem er ein Jahr später die Meisterschaft in der B-Klasse Ost feierte. Die A-Klasse war für den FCR nur eine Zwischenstation, denn auch hier sicherten sich Kölsch & Kollegen den Titel. In den Meisterjahren 2023 und 2024 holten sich die Schwarz-Weißen mit Kölsch als einem von drei Spielertrainern zudem jeweils den Kreispokal. Unvergessen das 6:4 im Pokalfinale vor 1000 Zuschauern in Hinterweidenthal gegen den klassenhöheren SC Busenberg und das 2:0 gegen die SG Weselberg/Linden vor knapp 1000 Zuschauern im darauffolgenden Jahr in Waldfischbach-Burgalben.

Seine persönliche Titelsammlung füllte Julian Kölsch, dessen Vater Thomas einst auch erfolgreich auf Torejagd gegangen war und dessen Bruder Manuel Stammspieler und Spielleiter beim FC Rodalben ist, mit zwei Trophäen als Torschützenkönig der A- und B-Klasse auf. Für Waldfischbach/Burgalben schoss er 2021/22 die meisten Tore in der A-Klasse (31), und im darauffolgenden Jahr bugsierte er in der B-Klasse Ost das Runde gleich 47-mal ins Eckige, wobei er die 50er-Marke wohl nur verpasste, weil gleich viermal die Gegner nicht angetreten waren. Macht in der Summe sieben Titel (drei Meisterschaften, zwei Pokalsiege, zweimal Torschützenkönig) in drei Jahren – was für eine Bilanz!

Erneut auf Aufstiegskurs

Nach einem sehr respektablen fünften Platz in der Bezirksliga als Aufsteiger mit dem FC Rodalben wechselte Kölsch im Sommer 2025 bachaufwärts nach Münchweiler an der Rodalb. Bei der dortigen Fußballvereinigung ist der 31-jährige Rettungssanitäter wieder Spielertrainer – und wieder auf Aufstiegskurs. Aktuell belegt die FV Münchweiler Rang zwei in der B-Klasse Ost. Kölsch führt die Torjägerliste der Klasse mit 26 Treffern und deutlichem Vorsprung auf seine Mannschaftskollegen Felix Lapot (16) und Mario Doniat (15) an. Die Titelsammlung könnte also weitergehen.

Das Engagement von Kölsch bei der FV Münchweiler bleibt indes auf eine Saison begrenzt, denn nachdem er vor wenigen Wochen zum Vorsitzenden des FC Rodalben gewählt wurde, kehrt er als Spieler wieder zu seinem Heimatverein zurück, bei dem er „noch zwei, drei Jahre“ in der Bezirksliga mitmischen will. Dabei gefalle es ihm sehr gut in Münchweiler, wo er „viele gute Freunde gefunden“ habe. Gleichwohl habe er gemerkt, dass einige Kicker der Fußballvereinigung seinen Anforderungen nicht gerecht werden können. Kölsch: „Nach der Winterpause musste ich ein Training sogar mal ausfallen lassen, weil nur drei Mann da gewesen waren.“ Die Trainingsbeteiligung sei nach der Winterpause generell „nicht so gut gewesen“. Doch mit dem besser werdenden Wetter seien nun wieder „16 Mann“ im Training.

Respekt vor Busenberg

Im ersten Heim-Punktspiel in 2026 geht es am Sonntag um 14.30 Uhr gegen den Tabellenvierten, den SC Busenberg, der zwar sieben Punkte weniger gesammelt, allerdings auch drei Begegnungen weniger absolviert hat. „Mit Busenberg kommt eine sehr spielstarke Mannschaft, deren einziges Manko der etwas dünne Kader ist“, weiß Kölsch. Zwar habe sein Team in Busenberg mit 3:1 gewonnen, doch das sei „ein Fifty-fifty-Spiel“ gewesen. Er warnt vor Busenbergs Stürmer Jonas Keller, der vorige Runde für den SV Hinterweidenthal in der Landesliga spielte. Dieser sei „schnell und gefährlich“.

Und was macht Julian Kölsch, wenn er mal nicht gerade ins Fußballtor schießt? Er ist Tierliebhaber und Motorsport-Fan. Gerne geht er mit Tara, der achtjährigen Rottweilerhündin seines Vaters, spazieren. Vorige Woche besuchte er eine Formel-1-Ausstellung in Oberhausen.

Fußball im Kreis

A-Klasse Pirmasens/Zweibrücken: SV Hermersberg II - SG Heltersberg/Geiselberg (Sonntag, 13 Uhr), SV Trulben - TSC Zweibrücken II, SG Maßweiler/Höhmühlbach - SV Martinshöhe, FC Fehrbach - SG Weselberg/Linden, TuS Erfweiler - SG Rieschweiler II, SVN Zweibrücken - FK Clausen, TV Althornbach - SG Rimschweiler/VB Zweibrücken (alle So., 15 Uhr), SV Lemberg - FK Petersberg (So., 15.15 Uhr)

A-Klasse Südpfalz: u. a. SV Hatzenbühl - ASV Lug/Schwanheim (So., 15 Uhr)

B-Klasse PS/ZW Ost: SV Lemberg II - TuS/DJK Pirmasens (Sonntag, 13 Uhr), SV Ruhbank - TuS Rumbach, FC Merzalben - SV Hinterweidenthal II, FC Fischbach - SV Erlenbrunn, FV Münchweiler - SC Busenberg, TV/SC Hauenstein II - FC Rodalben II, RW Pirmasens - TuS Leimen, SpVgg Waldfischbach/Burgalben - SG Bruchweiler (alle So., 14.30 Uhr)

B-Klasse PS/ZW West: SC Stambach - SG Rimschweiler/VB Zweibrücken II (Sonntag, 14.30 Uhr), SV Bottenbach - SV Obersimten, TuS Winzeln - SV Martinshöhe II, SV Ixheim - SV Hornbach, FC Höheischweiler - SV Hochstellerhof, SSV Höheinöd - SV Battweiler II, SV Großsteinhausen - SG Knopp/Wiesbach, Gersbach - Hilst (alle So., 15 Uhr)

B-Klasse Kaiserslautern-Donnersberg Süd: u. a. SG Trippstadt/Schmalenberg II - SV Katzweiler II (Sonntag, 13 Uhr), Hochspeyer/Waldleiningen - Trippstadt/Schmalenberg II (Mittwoch, 19 Uhr)

C-Klasse PS/ZW Ost: SV Trulben II - TuS Rumbach II, FC Fehrbach II - SV 53 Rodalben (beide Sonntag, 12.45 Uhr), SpVgg Ludwigswinkel - SG Bruchweiler/Busenberg II, FC Ruppertsweiler - SV Erlenbrunn II, Pirmasenser SV - FC Dahn, FC Hengsberg - SG Heltersberg/Geiselberg II (alle So., 15 Uhr), Hengsberg - Erlenbrunn II (Mittwoch, 19 Uhr)

C-Klasse PS/ZW West: FK Petersberg II - SVN Zweibrücken II (Sonntag, 12.45 Uhr), SV Großsteinhausen II - SG Thaleischweiler, SG Maßweiler/Höhmühlbach II - FC Kleinsteinhausen (beide So., 13 Uhr)

C-Klasse Südpfalz West: u. a. TSV Wilgartswiesen - SG Gossersweiler/Vorderweidenthal II (Samstag, 18 Uhr)

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