Fußball
SG Eppenbrunn: Das Ende einer zweijährigen Notlösung
In der Winterpause wechselte Noah Jochum (18) vom FK Pirmasens nach Eppenbrunn und löste „Interimskeeper“ Tobias Dreyer (27) ab. Der noch für die A-Jugend spielberechtigte 18-Jährige gehörte zuletzt zum U23-Kader des FKP und saß in sechs Verbandsligaspielen auf der Bank. „Ich habe wenig gespielt. Mir war klar, dass ich wechseln muss“, erklärt Jochum und fügt hinzu: „Konzept und Trainer haben mich überzeugt. Und von der Mannschaft bin ich sehr gut aufgenommen worden.“ Der Pirmasenser, der die schriftlichen Abiturprüfungen in den Fächern Sport, Biologie und Englisch bereits abgelegt hat, will nach dem mündlichen Abitur am liebsten eine Laufbahn als Polizeibeamter einschlagen.
Zweimal hütete Jochum bisher für die SGE in Punktspielen das Tor. „Mit dem 7:1 gegen VfR Kaiserslautern sind wir natürlich zufrieden. Beim 2:2 in Mackenbach ist das Spiel für uns sicher nicht optimal verlaufen“, bilanziert Jochum. Tempo und Körperlichkeit seien in der Männer-Bezirksliga weitaus intensiver als in der A-Jugend. Dass er für einen Torhüter mit 1,75 Metern nicht der Größte ist, kommentiert er so: „Es gibt Situationen, da ist das sicher ein Nachteil. Aber es gibt auch Vorteile. Ich bin sehr schnell unten und verfüge über gute Reflexe.“
Lob vom Vorgänger
Am Sonntag, 15 Uhr, erwarten die auf Rang vier liegenden Eppenbrunner (42 Punkte aus 19 Spielen) Spitzenreiter SV Nanz-Dietschweiler (46 aus 20). Eine dezidierte Einschätzung des nächsten Gegners mag der junge Torwart nicht abgeben, „aber wir haben den Anspruch und die Mentalität, um drei Punkte zu holen, da wir im Meisterschaftskampf weiter ein Wort mitreden wollen“.
„Das ist ein Top-Torwart und vor allem auf der Linie sehr gut“, attestiert Tobias Dreyer seinem Nachfolger im Eppenbrunner Tor. Als sich SGE-Stammkeeper Jonas Wolfer zu Jahresbeginn 2024 schwer am Knie verletzte und auf die Schnelle kein Torsteher verfügbar war, sprang Feldspieler Dreyer kurzerhand in die Bresche. Und der Offensivspieler, der von der D- bis zur B-Jugend beim 1. FC Kaiserslautern ausgebildet wurde und früher gelegentlich das Tor hütete, machte seine Sache sehr gut. Und da sich Wolfers Verletzung länger hinzog, wurde es eine Dauerlösung, die sich nun über zwei Jahre erstreckte. „Aber es gab dann schon den Drang, wieder im Feld mitzumischen“, erzählt Dreyer, der in seiner Karriere zwei Kreuzbandrisse wegstecken musste. „Die Zeit im Tor war schön. Aber ich habe auch gesagt, wenn ein Torwart geholt werden kann, spiele ich sehr gerne wieder im Feld.“
Dreyer macht sich fit fürs Feld
In der Winterpause hat sich der Linksfuß nach eigenen Worten richtig fit gemacht. Das Training, bestehend aus Laufen, Schwimmen und Radfahren, sorgte dafür, dass Dreyer zwölf Kilogramm Gewicht abnahm. „Vielleicht war es am Ende auch ein wenig zu viel“, sagt Dreyer. Die „Re-Mutation“ vom Torwart zum Feldspieler verlief jedenfalls nicht ganz reibungslos. Beim Spiel in Mackenbach musste Dreyer nach 38 Minuten mit muskulären Problemen im Oberschenkel frühzeitig vom Feld. „Ich will jetzt nicht schon zu Wochenbeginn sagen, dass es am Sonntag nicht geht. Aber 90 Minuten werde ich sicher nicht abreißen können“, sagte Dreyer am Dienstag beim Gespräch mit dieser Zeitung.
Zum Spitzenspiel – das Hinspiel verloren die Eppenbrunner mit 0:5 – merkt Dreyer an: „Wenn bei uns alles ineinandergreift, sind wir sehr stark und nur schwer zu schlagen. Zudem hat Nanz-Dietschweiler am Sonntag nicht den Vorteil des Kunstrasens. Es wird auf alle Fälle ein Topspiel werden.“
LANDES-/BEZIRKSLIGASPIELE
- Landesliga: SV Kirchheimbolanden - SF Bundenthal, TSG Trippstadt - SC Hauenstein (beide Sonntag, 15 Uhr), VfR Baumholder - SG Rieschweiler, SV Hermersberg - SG Meisenheim/Desloch/Lauschied (beide Sonntag, 15.30 Uhr), TuS Bedesbach-Patersbach - SV Hinterweidenthal (Sonntag, 16 Uhr)
- Bezirksliga: SG Rockenhausen/Dörnbach/Gundersweiler - FC Rodalben (Samstag, 17 Uhr), SG Eppenbrunn - SV Nanz-Dietschweiler (Sonntag, 15 Uhr)