Pirmasens Preise für Bauplätze stabil
Die höchsten Preise für Wohnbauflächen werden in der Stadt Pirmasens mit 100 Euro pro Quadratmeter erzielt, es folgen Erlenbrunn mit 95 und Winzeln mit 90 Euro pro Quadratmeter. Das teilte gestern das Vermessungs- und Katasteramt Westpfalz mit.
Die meisten Wohnbauflächen in der Stadt und den Vororten kosten demnach zwischen 60 und 80 Euro pro Quadratmeter. Deutlich günstiger sei Bauland in Windsberg oder in Niedersimten, so das Amt. Zugrunde liegen den Zahlen die Bodenrichtwerte (Stand 1. Januar 2016), die der Gutachterausschuss für Grundstückswerte für den Bereich Westpfalz für Wohnbauflächen, gemischte und gewerbliche Bauflächen sowie landwirtschaftliche Flächen im Dezember beschlossen hat. Ausgangsbasis für die Ermittlung der Bodenrichtwerte zum Stichtag 1. Januar sind nach Angaben des Vermessungs- und Katasteramts die Grundstücksgeschäfte der Jahre 2014 und 2015. Dazu würden alle Kaufverträge ausgewertet und die Ergebnisse in die Kaufpreissammlung eingetragen. In der Stadt Pirmasens waren 50 Verkäufe von Bauplätzen geeignet und wurden für die Ableitung der Bodenrichtwerte herangezogen, so das Amt. Bodenrichtwerte stellen für die konkrete Bewertung im Einzelfall allerdings nur Anhaltspunkte zur Preisfindung dar. Weichen etwa Grundstücke innerhalb einer Zone zum Beispiel aufgrund ihres Erschließungszustandes, ihrer speziellen Lage, nach Art und Maß der baulichen Nutzung, der Bodenbeschaffenheit oder des Zuschnitts vom Richtwertgrundstück ab, so bewirke dies entsprechende Abweichungen vom Bodenrichtwert. Aktuell seien die Bodenrichtwerte in den Neubaugebieten stabil, so das Amt, während die Werte in Mischbauflächen um rund vier Prozent abgesenkt wurden. Dieser Abwärtstrend betreffe unter anderem die teuerste Zone, die Fußgängerzone, die jetzt bei knapp 270 Euro pro Quadratmeter liege – und damit beinahe gleich auf mit der Fußgängerzone in Zweibrücken, so das Katasteramt. Bei Gewerbeflächen sei keine große Bewegung zu verzeichnen. Die Werte für landwirtschaftliche Grundstücke seien größtenteils stehen geblieben oder leicht gestiegen. Beim Wald sei ein Aufwärtstrend zu verzeichnen, was auch damit zu tun habe, dass Privatleute im Staatswald fast nicht mehr selbst einschlagen können und Kronenholz oft nicht mehr zur Verfügung stehe. Auskünfte über die Bodenrichtwerte können Interessierte in der Servicestelle des Vermessungs- und Katasteramts Westpfalz, Telefon 06331/ 5011-1150 abfragen. Im Geoportal (www.geoportal.rlp.de) können die neuen Werte vermutlich ab Ende März 2016 eingesehen werden. (rhp)