Golf
Pirmasenserin Sophie-Charlott Hempel zur DM-Halbzeit auf Platz sechs
„Ich bin sehr zufrieden, aber es sind ja noch zwei Tage Arbeit. Es ist alles offen“, sagt die 25-Jährige nach den ersten zwei Runden mit 72 und 71 Schlägen auf dem Par-72-Platz des Golfclubs Trier. Die Anlage kennt die Pirmasenserin, die nach fünf Jahren an einem US-College mit dem Bachelor-Abschluss in Psychologie und dem Master-Abschluss in Betriebswirtschaft wieder ihre erste DM spielt, noch gut. „Wir haben hier in der Jugend schon einige Male Rheinland-Pfalz-Meisterschaften gespielt“, erzählt Mutter Kerstin Hempel-Huske. „Sophie mag den Platz“, sagt sie, obwohl er immer schwierig sei – eng, hügelig, mit vielen Bäumen.
Die Mama war diesmal nicht (wie sonst meist) als Caddy der Tochter im Einsatz, sondern lief ihr auf den Runden voraus. Die Bedingungen waren nicht einfach für die Zweitligaspielerin des Ersten Golfclubs Westpfalz aus Rieschweiler. „Auf der Proberunde am Mittwoch hatte Sophie-Charlott ein schweres Gewitter, konnte die Runde aber noch zu Ende spielen. Und am Donnerstag und Freitag war es sehr heiß und schwül, es ging null Wind“, berichtet die Physiotherapeutin aus Pirmasens. So waren es am Freitag gegen 16 Uhr am Nachmittag noch 31 Grad.
Jetzt bitte keinen Ausreißer
„Sophie hat gestern und heute keine großen Fehler gemacht“, sagt Kerstin Hempel-Huske weiter zu zwei guten Runden und dem sechsten Platz, den die Tochter zusammen mit Annabelle Sapper (Münchener GC) belegt. Dreimal habe sich der Ball zudem noch mal aus dem Loch rausgedreht. „Ausgelippt“ sagen die Golfer dazu. Ein Putt war sogar richtig drin und sprang noch mal raus. In Führung liegt derzeit Katharina Hesse (Frankfurter GC) mit 139 Schlägen.
„Wir reden hinterher gar nicht mehr viel über die Runden“, erzählt die Mutter, eine ehemalige Bundesliga-Judoka. Duschen, essen, regenerieren stünden an. Sophie tausche sich eher mit der zweiplatzierten Alena Oppenheimer (140/GC Main-Taunus) aus. „Sophie will sicher vorne dabei bleiben oder eine Medaille gewinnen. Aber im Golf muss man immer bescheiden bleiben“, sagt die Mutter. Ein Ausreißer, und man sei schnell wieder weiter hinten. Nur die besten 24 Frauen schaffen den Cut für die letzte DM-Runde am Sonntag.