Interview RHEINPFALZ Plus Artikel Nordlicht Maren Stegner über ihr Leben in der Pfalz und warum sie mehr für sich tun soll

Maren Stegner im Spontaninterview in der Pirmasenser Fußgängerzone mit Tanja Daub.
Maren Stegner im Spontaninterview in der Pirmasenser Fußgängerzone mit Tanja Daub.

Maren Stegner stammt aus Niedersachsen, lebt aber schon lange in Bottenbach. Im Spontaninterview mit Tanja Daub erzählt sie, was sie an ihrer Heimat besonders vermisst.

Guten Tag! Verraten Sie mir kurz etwas über sich?
Ich bin Maren Stegner und wohne in Bottenbach – komme aber eigentlich aus Nordhorn, aus der Grafschaft Bentheim, aus dieser Ecke.

Man hört es…
Ja, stimmt. Ich spreche nach wie vor gerne Hochdeutsch. Auch weil ich Kinder habe, da ist das natürlich schon vorteilhaft.

Das stimmt! Wie lange leben Sie schon in Bottenbach?
16 Jahre. Ich bin jetzt 16 Jahre mit meinem Mann verheiratet, und er kommt aus Bottenbach.

Mögen Sie das Ländliche?
Ja, sehr! Wir sind da auch wegen der Kinder wieder hingezogen. Kindergarten und Schule gibt es ja dort. Wir sind sehr zufrieden.

Wie oft besuchen Sie noch Ihre Heimat?
Eher selten! Eigentlich nur einmal im Jahr. Meine Eltern haben sieben Kinder. Die anderen sind alle im Norden. Da habe ich manchmal Sehnsucht. Jetzt gerade habe ich Besuch von meinem Bruder aus Papenburg. Er besucht mich auch einmal im Jahr.

Vermissen Sie die Mentalität im Norden? Man sagt ja immer, die Nordlichter seien nicht so offenkundig herzlich…
Genau! Ich muss schon sagen, dass hier im Süden dieses Umarmen ein bisschen mehr ist als im Norden. Im Norden sind wir ein bisschen kühler.

Höfliche Distanz!
Genau so ist es! (lacht)

Haben Sie in der Stadt heute noch etwas Bestimmtes vor?
Ich möchte den Tag mit meinem Bruder verbringen. Ich genieße das sonnige Wetter heute und freue mich, dass es so schön ist. Ich mag den Frühling.

Haben Sie schon Ihr erstes Eis gegessen?
Ja, ganz ehrlich, mit meiner Familie. Den Tag haben wir auch genossen. Solche Tage darf es jetzt gerne öfter geben. Ich hatte einen akuten Erschöpfungszustand, und da sollte ich tatsächlich mal wieder etwas mehr für mich machen. Ein bisschen mehr raus. Mit drei Kindern ist das nicht immer so einfach.

Wie alt sind Ihre Kinder?
Vier Monate, drei Jahre, der Große wird jetzt sechs Jahre und kommt in die Schule. Aber als Mutter hatte ich immer viel zu tun, jetzt immer noch. Ich habe den Rat bekommen, wieder etwas mehr für mich zu machen. Bewusster Leben – ich war ja nur noch am Funktionieren.

Da muss man aufpassen!
Ja! Ich lag irgendwann da und habe geweint. Da ging nix mehr! Jetzt, nach vier Wochen, geht es mir aber schon besser.

Wenn die Sonne rauskommt, geht es vielen oft besser!
Ja, ich bin jetzt schon zu 50 Prozent wieder hergestellt.

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