Handball
Nach Corona-Pause muss FSG Hauenstein/Rodalben zweimal ran
Am Freitag um 19.30 Uhr wird in der Wasgauhalle der dritte Anlauf unternommen, das Frauenhandball-Pfalzligaspiel FSG Hauenstein/Rodalben gegen TuS Heiligenstein auszutragen. Einmal mussten die Gäste wegen Corona-Infektionen im Team passen, einmal die FSG. Deren Trainer hatte nur am Donnerstag die Möglichkeit, sein Team auf die Aufgabe einzustellen, denn Björn Stoll war bis dahin in häuslicher Quarantäne.
Milder Verlauf
Der 45-Jährige hatte sich mit dem Coronavirus infiziert. Ob es in seinem Beruf als Lehrer in Limbach war oder ob sich das Virus über seine Kinder Zugang in den Körper des FSG-Trainers verschafft hat, das ist nicht mehr nachzuvollziehen. Der Verlauf war nach Stolls Worten milde, deutete sich mit Gliederschmerzen an, dann kamen Schnupfen, Hals- und Kopfweh hinzu. „Wenn es nicht Corona gewesen wäre, wäre ich wohl sogar zur Arbeit gegangen“, sagt Stoll. Seit Donnerstag ist er freigetestet, am Dienstag habe die Mannschaft nach seinen Vorgaben alleine trainiert, für Donnerstagabend hatte er ein Abschlusstraining angesetzt, um die Spielzüge zu üben, die Punkte am Freitag bringen sollen.
„Natürlich ist es nicht optimal. Aber ich freue mich auf die beiden Spiele, schließlich haben wir in diesem Jahr erst ein Spiel bestritten. Ich denke, der Mannschaft geht es ähnlich“, sagt Stoll mit Blick auf das Wochenende, das am Sonntag um 18 Uhr noch die Partie bei der HSG Lingenfeld/Schwegenheim parat hält. Doch der Coach legt den Fokus zunächst nur auf das Heimspiel: „Wichtig ist, dass wir gut reinkommen, nicht gleich wieder mit drei, vier Toren zurückliegen.“ Heiligenstein, mit ausgeglichener Punktebilanz Rangvierter hinter Lingenfeld, habe sehr wechselhafte Ergebnisse vorzuweisen, findet Stoll. „Wenn sie einen schlechten Tag haben, müssen wir da sein. Dass wir mit allen Mannschaften mithalten können, haben wir schon gezeigt.“
Annalena Seibel fehlt
Verzichten muss der Höhfröschener ausgerechnet an diesem Doppelwochenende auf Samira Bärmann und Annalena Seibel, die Toptorschützin. Beide plagen Knieprobleme. „Mit Kirsten Brill haben wir einen starken Backup für Annalena links außen. Das bekommen wir schon hin, wenn wir als Mannschaft geschlossen auftreten“, sagt Stoll. So wie beim Erfolg beim Tabellenzweiten HSG Landau-Land, als Annalena Seibel auch fehlte. Die HSG hat in der Pfalzliga die meisten (14) Saisonspielen ausgetragen, die FSG (9) die wenigsten.
Stoll hofft, dass es seiner Mannschaft gelingt, schnell Selbstvertrauen zu sammeln, „denn diese Möglichkeit fehlte ihr, weil sie nicht spielen konnte“. Auch das Training sei lückenhaft gewesen, weil öfter Einheiten ausfielen, um kein Infektionsrisiko einzugehen, wenn es eine Spielerin im Kader erwischt hatte. Insgesamt sechs Corona-Fälle zählte Stoll 2022 im Team.
Erster Saison-Heimsieg?
Das soll nun endlich den ersten Heimsieg holen: „Es nervt schon, dass wir das noch nicht geschafft haben“, gesteht Stoll. Platz zehn soll unbedingt verteidigt werden: „Dann haben wir die Klasse nämlich sicher.“ Seine Vertragsverlängerung – wir berichteten – hänge daran nicht. Sie gebe dem Verein Planungssicherheit.
Nach dem Spiel am Freitag wird es keine speziellen Regenerationsmaßnahmen seitens des Trainers geben: „Klar, die Voraussetzungen sind nicht die besten. Aber wir nehmen es, wie es kommt. Dass auch Doppelwochenenden dabei sein werden, war nach den vielen Absagen klar. Anderen geht es ja ähnlich“, sagt der Coach zum strammen Auftakt. Er will daher am Freitag viel wechseln, um die Belastung möglichst breit zu verteilen.
AUSSERDEM SPIELEN
Männer-Verbandsliga: MHSG Friesenheim/Hochdorf IV - TV Dahn (Samstag, 19 Uhr), TSG Haßloch II - TV Thaleischweiler (Sonntag, 17 Uhr).
Frauen-Verbandsliga: SG Ottersheim/Bellheim/Kuhardt/Zeiskam II - TV Thaleischweiler (Sonntag, 16 Uhr).