Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Liebe Handballer des TV Thaleischweiler, macht das Beste daraus!

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Dass man sich im Team des TV Thaleischweiler schon wieder Gedanken darum macht, als designierter Meister auf den Aufstieg zu verzichten, ist bedenklich.

Regeln und Klasseneinteilungen sind lange bekannt und richten sich nach sportlichen Kriterien. Überall, über viele Sportarten hinweg, starten Aufsteiger auch mal als klare Underdogs in ihren Ligen. Mal weil das finanzielle Budget nicht mehr zulässt, mal weil man zu viele langfristige Ausfälle von Leistungsträgern hat, mal weil das Team im Umbruch ist. Beispiele: die Handballerinnen des TV Hauenstein oder die Handballer des TV Dahn in der laufenden Runde. Ihnen war bewusst, dass sie keine realistische Chance auf den Ligaverbleib haben. Beide steigen nun auch ab. Doch gerade in Hauenstein ist aus einer Saison mit nur zwei Siegen etwas gewachsen – Teamgeist und ein großer Erfahrungszuwachs bei den jungen Quereinsteigerinnen.

Die Gründe, die der Handball-Abteilungsleiter des TV Thaleischweiler für das maue Bauchgefühl der Seinen anführt, sind nur auf den ersten Blick einleuchtend. Warum sollte der Meister von vor zwei Jahren nun auch gegen Teams, die damals hinter ihm lagen, trotz Blutauffrischung so chancenlos sein, dass er Woche für Woche mit 30 Toren Differenz aus der Halle geschossen wird? Und selbst wenn das so wäre: Wäre das so schlimm? Sport kann trotzdem Spaß machen, wenn man alles gibt, die Tabelle Tabelle sein lässt und danach gemeinsam ein Bierchen trinkt. Wahre Größe zeigt sich auch und gerade in der Niederlage. Siehe TVH-Frauen und deren Riesensause nach dem letzten Spiel in voller Halle mit stehenden Ovationen. Gerade junge Spieler lernen in der Bezirksoberliga mehr als in der Bezirksklasse. Daher liebe Skorpione: Nehmt es sportlich, feiert die Meisterschaft, steigt auf und macht das Beste daraus!

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