Nachruf RHEINPFALZ Plus Artikel Leo Wadle: Fußballer in großen FKP-Zeiten

2003 nach dem letzten Spiel im Stadion an der Zweibrücker Straße gegen Werder Bremen verkauften einstige FKP-Größen Rasenstücke
2003 nach dem letzten Spiel im Stadion an der Zweibrücker Straße gegen Werder Bremen verkauften einstige FKP-Größen Rasenstücke als Souvenir, darunter auch Leo Wadle (Bildmitte in weißer Hose) und Hugo Dausmann (links).

Der Mann, der einst den FK Pirmasens ins DFB-Pokal-Halbfinale schoss, ist tot.

Wie der FKP am Ostersonntag mitteilte, ist Leo Wadle am Karfreitag im Alter von 90 Jahren gestorben. Der Münchweilerer gehörte von 1955 bis 1963 der ersten Mannschaft an, bestritt in dieser Zeit vier Endrundenspiele um die deutsche Fußball-Meisterschaft gegen den 1. FC Köln (zweimal), Eintracht Frankfurt und Tasmania Berlin. Gegen einen anderen Berliner Verein, den Spandauer SV, erzielte er im April 1956 sein wohl wichtigstes Tor. Durch seinen Treffer (und die Paraden von WM-Schlussmann Heinz Kubsch) gewann „die Klub“ auswärts mit 1:0 und zog ins DFB-Pokal-Halbfinale ein. Dort unterlag der FKP dann – wie auch vier Jahre später – dem Karlsruher SC.

Leo Wadle war nach seiner FKP-Zeit, die ihm auch Spiele im International-Football-Cup gegen Ajax Amsterdam und Malmö FF brachte, unter anderem Trainer bei seinem Jugendverein, dem FC Münchweiler (der ihn später zum Ehrenmitglied ernannte), und beim MTV Pirmasens. Er spielte auch sehr gerne Tennis, war Gründungsmitglied des TC Grün-Weiß Münchweiler und 1978 dessen erster Clubmeister.

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