Pirmasens Kulturausschuss Pirmasens: Hugo-Ball-Preis wird verschoben
„Die Besucher kommen zurück“, freut sich Kulturdezernent Denis Clauer über die steigenden Zahlen im Kulturbereich. Das sei nicht überall so, merkt er an und hofft auf weitere Steigerungen bei den Besucherzahlen.
Das trifft allerdings nicht auf die Pirmasenser Museen im Alten Rathaus zu. Hier waren 2023 noch 1835 Besucher registriert worden. Im vergangenen Jahr dann 1282. Eine fette Steigerung gab es hingegen bei den Kulturveranstaltungen wie Konzert, Schauspiel und Musiktheater in der Festhalle und Alten Post. Hier konnte Clauer einen Sprung von 9713 Besuchern im Jahr 2023 auf 12.206 im vergangenen Jahr verkünden. Im laufenden Jahr setze sich der Trend fort, so Clauer. Bei den vermittelten Veranstaltungen, also Konzerten und Musiktheater externer Anbieter in der Festhalle, wurden im vergangenen Jahr 8400 Besucher gezählt, 1300 mehr als 2023.
2026 wird Bürkel-Jahr
An Neuerungen im kommenden Jahr wird es die neue Dauerausstellung zu Heinrich Bürkel geben. Bürkel ist 1802 in Pirmasens geboren worden und machte in München als Genremaler eine große Karriere. Die alte Ausstellung in der Alten Post aus dem Jahr 2014 empfindet Clauer als überholt und wünscht sich eine digitalere, neue Version, die nun im kommenden Jahr angegangen werden soll. 150.000 Euro stehen dafür im Haushalt für 2026 bereit. Clauer hofft auf eine 50-prozentige Förderung. Der Antrag dazu sei gestellt, aber noch nicht entschieden.
Zum Hugo-Ball-Preis, der normalerweise auch im kommenden Jahr verliehen würde, informierte der Kulturdezernent, dass diese Verleihung auf das Frühjahr 2027 verlegt wurde, um im Hugo-Ball-Jahr gleich eine besondere Veranstaltung bieten zu können. Der aus Pirmasens stammende Gründer des Dadaismus ist 1927 verstorben, weshalb zum 100. Todestag auf besondere Art Ball gedacht werden soll.
Schuhmachermuseum liegt weiter auf Eis
Ausschussmitglied Helga Knerr (Freier Wählerblock) fragte in der Sitzung, was denn aus der Schuhmaschinensammlung der Stadt wurde. Kulturamtsleiterin Heike Wittmer informierte, dass Teile davon immer noch im früheren Luftschutzkeller der Husterhöhschule lägen. Das dort einst geplante Schuhmaschinenmuseum sei nicht realisiert worden, da das Entree des früheren Bunkers nicht sehr freundlich wirke und generell die Räume keinen einladenden Eindruck machten.
Große Teile der Sammlung seien für Filmproduktionen verliehen worden und danach in andere Räume in der Teichstraße in der früheren Schön-Fabrik ausgelagert worden. „Es werden immer mal wieder Maschinen ausgeliehen“, so Wittmer. Es gebe aber angesichts des Hauensteiner Schuhmuseums keine Pläne für ein eigenes Museum. Wobei Clauer gerne eine digitale Schuhfabrik mit den alten Maschinen bestücken würde. Ein entsprechendes Projekt sei bereits mit der Kaiserslauterer Universität geplant gewesen, jedoch an der fehlenden Förderung letztlich gescheitert.
Große Änderungen werde es für das Stadtarchiv im kommenden Jahr geben. Die Arbeiten für die neuen Räume in der Messe sollen starten. Die Gelder dazu wurden bei der Messe im Haushalt eingeplant. Auch hier sei noch nicht über den Förderantrag entschieden worden, so Clauer.