Fußball
Kreis Pirmasens/Zweibrücken: Nur Hartplatz gibt’s nicht mehr
Sie sind nicht sonderlich beliebt, die sogenannten Hartplätze. Zumindest nicht bei den Fußballern, die darauf spielen sollen. Aber: Sie sind teilweise sehr wichtig für jene Sportvereine mit Naturrasen-Spielfeldern, wenn diese witterungsbedingt ihr Grün schonen müssen und dann auf dem harten Geläuf trainieren oder auch mal ein Meisterschaftsspiel austragen.
Noch 14 wettkampftaugliche Hartplätze gibt es im Fußballkreis Pirmasens/Zweibrücken. Sie befinden sich in Rodalben, Hauenstein, Bruchweiler, Höhmühlbach, Lemberg, Martinshöhe, Kröppen, Vinningen, Heltersberg, Merzalben, Obersimten, Clausen und zweimal in Münchweiler (Rotenstein und Langenberg). Weitere Trainingshartplätze sind in Bruchweiler, Winzeln, Zweibrücken (VB), Erlenbrunn, Busenberg, Waldfischbach und beim TuS/DJK Pirmasens vorhanden. Auch in Donsieders könnte auf einem Hartplatz gespielt werden, doch beim dortigen Sportverein fehlt es an Personal. Seit auch beim SV Rot-Weiß Pirmasens der Hart- in einen Rasenplatz umgewandelt wurde – Einweihung des neuen Grüns war im September 2025 –, gibt es gleichwohl inzwischen in den südwestpfälzischen Fußballklassen keine einzige Mannschaft mehr, die ausschließlich einen Hartplatz zur Verfügung hat. Jeder Verein, der am Spielbetrieb teilnimmt, kann auf einem Rasen kicken.
„Richtig gute Drainage“
Einer der besseren Hartplätze, der zudem auch intensiv genutzt wird, ist der des
Mit dem TuS Maßweiler habe der SV Höhmühlbach aber auch einen optimalen Partner. Maßweiler hält ein Rasenfeld vor, das im Frühling, Sommer und teilweise auch im Herbst bespielt wird. In der „schlechten Jahreszeit mit viel Nässe“, so Zimmermann, gehe es auf den Hartplatz, wobei auch schon mal auf dem Hartplatz trainiert und auf Rasen gespielt wird. „Manchmal werden wir belächelt, weil wir nur einen Hartplatz haben, aber im nächsten Moment flattern Anfragen von anderen Vereinen ins Haus, ob sie bei uns trainieren dürften, weil sie ihren Rasen schonen wollen“, erzählt Zimmermann.
Kleiner Wettbewerbsvorteil
„In den Wintermonaten ist unser Hartplatz unersetzbar“, betont Marc Kevin Schaf, der Vorsitzende des
Vor wenigen Wochen hielt der SVL einen „Workshop“ ab, in dem die Mitglieder ihre Ideen zur Zukunft der brachliegenden Tennisfelder und des Hartplatzes einbringen konnten. Schaf: „Wir unterhielten uns über die Zukunft des Fußballs und waren uns einig, dass ein Kunstrasen nur sehr schwer zu stemmen sein wird.“
Kunstrasen ist zu teuer
Der
45 auf 90 Meter muss ein Fußballplatz groß sein, damit darauf Meisterschaftsspiele stattfinden können. So mancher Gast hat beim ersten Blick auf den Hartplatz des TV Hauenstein daran gezweifelt, dass dieser groß genug ist. Doch TVH-Spielleiter Bernhard Zoller erklärt: „Ich habe den Platz genau ausgemessen, und er ist sogar noch 40 Zentimeter größer.“ In der laufenden Saison haben in Hauenstein die B-Klasse-Männer und die FSG Wasgau (Frauen-Verbandsliga) um Punkte auf dem kleinen Hartplatz am Haberdeich gespielt. Auch beim TVH gilt: ausweichen und trainieren auf dem Hartplatz, Spiele in der Regel auf Rasen.
Erholungsphase
Der
Auch beim
Böschung abgerutscht
Und dann gibt es noch eine ganze Reihe kleinerer Hartplätze, die sich zum Training eignen, aber nicht zu einem Match, weil sie die Mindestmaße nicht erfüllen. So in Waldfischbach, Erlenbrunn, Busenberg, Bruchweiler, bei den VB Zweibrücken und beim TuS/DJK Pirmasens. Der Hartplatz der