Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel „Komisches Spiel“ für SV Hinterweidenthal

War sechs Jahre Trainer beim SV Hinterweidenthal und wird es bald wieder sein: Denis Jung (rechts), hier mit SVH-Sportvorstand F
War sechs Jahre Trainer beim SV Hinterweidenthal und wird es bald wieder sein: Denis Jung (rechts), hier mit SVH-Sportvorstand Florian Eder, coacht aber am Freitag Gegner TSC Zweibrücken.

Verliert Hinterweidenthal sein Heimspiel gegen Zweibrücken, könnte das den Landesliga-Abstieg bedeuten. Brisant: TSC-Coach Jung wird nächste Saison Trainer beim SVH sein.

„Definitiv ist das ein komisches Spiel für uns und natürlich auch für Denis Jung, der nächstes Jahr wieder unser Trainer sein wird.“ Dies sagt der Sportvorstand des SV Hinterweidenthal, Florian Eder, zu der Landesliga-Partie am Freitag (Anstoß: 19.30 Uhr) gegen den seit November von Jung gecoachten TSC Zweibrücken. Mit irgendeiner Art von Hilfe rechnet Eder deshalb aber nicht: „Wenn ich sportlich irgendwo angestellt bin, will ich für den Verein das bestmögliche Ergebnis herausholen. Zudem benötigt Zweibrücken theoretisch selbst noch Punkte.“

Jung stößt ins gleiche Horn. „Es entspricht nicht meinem Naturell, da irgendetwas zu mauscheln“, betont der Pirmasenser, der schon von 2016 bis 2022 Trainer in Hinterweidenthal war und in dieser Zeit den erstmaligen Aufstieg des SVH in die Landesliga schaffte. Zum bevorstehenden Spiel sagt der 50-Jährige: „Natürlich ist das eine außergewöhnliche Situation. Aber ich konzentriere mich auf das Spiel und blende alles andere aus.“ Und natürlich sähe er es am liebsten, wenn beide Vereine in der Landesliga blieben.

Mögliches Entscheidungsspiel der Viertletzten

Die Abstiegssituation stellt sich in diesem Jahr etwas anders dar als in den vergangenen Spielzeiten. „Aus beiden Landesligen sollen nach Möglichkeit gleich viele Teams absteigen“, informiert der Leiter der Landesliga West, Uwe Kadel. Und das soll folgendermaßen erreicht werden: In den Landesligen West und Ost des Südwestdeutschen Fußballverbands (SWFV) spielen aktuell insgesamt 32 Teams. Aus der Verbandsliga könnte es vier Absteiger in die Landesligen geben. Zusammen mit insgesamt sechs Aufsteigern aus vier Bezirksligen wäre man bei dann 42 Mannschaften. Davon sind insgesamt drei Aufsteiger aus den beiden Landesligen in die Verbandsliga abzuziehen, womit man bei 39 Mannschaften steht. Um wieder auf die ursprünglichen 32 Vereine zu kommen, müssten somit sieben Mannschaften aus den Landesligen absteigen. Kadel: „Das würde in diesem Fall bedeuten, dass aus jeder Landesliga drei Mannschaften absteigen und die beiden Viertletzten in einem einzigen Entscheidungsspiel, notfalls bis zum Elfmeterschießen, den siebten Absteiger ermitteln.“ Nach jetzigem Stand wären das in der Landesliga West die SG Rieschweiler und in der Landesliga Ost DJK Phönix Schifferstadt.

Das bedeutet auch: Verliert Hinterweidenthal am Freitag gegen seinen alten und neuen Trainer Jung und gewinnt zugleich Rieschweiler einen Tag danach zu Hause gegen Hackenheim, kann Hinterweidenthal den drittletzten Platz nicht mehr verlassen.

Gespannte Blicke auf die Oberliga

Trotzdem besteht für Hinterweidenthal auch dann noch Hoffnung. „Eventuell könnte sich in der Oberliga noch etwas entwickeln. Diefflen hat die drei Punkte vom 3:2 in Idar-Oberstein am grünen Tisch verloren und fällt hinter Dudenhofen und Ludwigshafen zurück. Wenn dann auch noch der Oberliga-Vizemeister (nach jetzigem Tabellenstand der FK Pirmasens) in die Regionalliga aufsteigt, könnte es sein, dass nur Idar-Oberstein in die Verbandsliga Südwest absteigt“, rechnet Kadel vor. Das würde dann auch die Anzahl der Absteiger aus der Verbandsliga und damit auch aus der Landesliga beeinflussen.

Generell ist es künftig möglich, dass ein jetziger West-Landesligist in die Ost-Staffel (und umgekehrt) eingestuft wird, wenn dies geografisch vernünftig erscheint. „Am 20. Juni, vielleicht in diesem Jahr schon am 19. Juni, ist Meldeschluss. Dann schauen wir uns die vorhandenen 32 Teams an, wie es am besten passt. Dabei kann es durchaus zu Neuzuordnungen kommen“, sagt der Hauensteiner Christof Seibel, in der SWFV-Geschäftsstelle Leiter des Spielbetriebs.

Ärger über Niederlage in Bundenthal

Zurück zum SV Hinterweidenthal: Dessen Sportvorstand musste zuletzt eine herbe Enttäuschung verkraften. „Wenn wir die letzten beiden Spiele gewonnen hätten (geholt wurde nur ein Punkt), sähe die Situation um einiges besser aus. Gerade in Bundenthal hätten wir nie verlieren dürfen“, betont Eder, dessen Team gegen Winterbach 1:1 spielte und beim Tabellen-15. Bundenthal mit 2:3 verlor.

LANDES-/BEZIRKSLIGASPIELE

  • Landesliga: VfR Baumholder - SV Hermersberg, SV Hinterweidenthal - TSC Zweibrücken (beide Freitag, 19.30 Uhr), SG Rieschweiler - TuS Hackenheim (Samstag, 17 Uhr), SF Bundenthal - SG Meisenheim/Desloch/Lauschied, SV Winterbach - SC Hauenstein (beide Sonntag, 15 Uhr)
  • Bezirksliga: VfB Waldmohr - SG Eppenbrunn, SV Alsenborn - FC Rodalben (beide Sonntag, 15 Uhr).
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