Gewichtheben RHEINPFALZ Plus Artikel Kindsbach/Rodalben: Besteht die Kampfgemeinschaft weiter?

Waldemar Wiederkehr bedient bei der KG Kindsbach/Rodalben noch die Anzeigetafel der Gewichte. Selbst heben wird der Junioren-EM-
Waldemar Wiederkehr bedient bei der KG Kindsbach/Rodalben noch die Anzeigetafel der Gewichte. Selbst heben wird der Junioren-EM-Dritte von 2000 wahrscheinlich nicht mehr.

Gipfeltreffen in der Gewichtheber-Landesliga: Die KG Kindsbach/Rodalben empfängt als Tabellenzweiter den verlustpunktfreien Spitzenreiter TSG Kaiserslautern.

Feiern die Gäste am Samstag (Kampfbeginn: 18 Uhr) ausgerechnet beim Derby in Rodalben vorzeigt die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Oberliga oder können die Heberinnen und Heber von KG-Trainer Ludwig Becker ihre eigene Titelchance am Leben halten? Das ist die große Frage. „Wie man gehört hat, will die TSG ihren Saisonrekord von derzeit 284,4 Relativpunkten knacken und auf über 300 schrauben. Sollte ihr das gelingen, haben wir keine Chance“, stellt Becker fest. Ob die KG ihrerseits überhaupt aufsteigen will, bleibt offen. Becker stellt fest, dass ihm aktuell für die Oberliga zwei weitere Heber fehlen würden.

Einer, der liebend gerne wieder dazustoßen und die Gewichte nach oben stemmen würde, ist Waldemar Wiederkehr. Doch der Körper des 41-jährigen Ex-Bundesligahebers, der im Jahr 2000 Dritter der Junioren-Europameisterschaft war, macht nicht mehr mit. „Alle wissen Bescheid, dass ich zurückgetreten bin. Eine Rückkehr lasse ich mir aber offen“, sagt der Wahl-Karlsruher, der 27 seiner 30 Gewichtheber-Jahre beim VfL Rodalben verbrachte.

Wiederkehr als Helfer

Er ist aber immer noch bei den KG-Heimkämpfen vor Ort. Wiederkehr bedient die Gewichtsanzeige, die in der VfL-Halle an der Rodalber Friedrich-Ebert-Straße noch analog und per Hand bestückt werden muss. „Eine digitale Anzeige oder einen TV, über den ein Programm läuft, haben wir noch nicht. Dass ich das mache, zeigt, dass ich einfach nicht vom Gewichtheben wegkomme“, erzählt der Lagerlogistiker, der im Dezember 2023 seinen letzten Kampf bestritt.

Zu Rundenbeginn sah alles danach aus, als wäre dies die letzte gemeinsame Saison der Heber des AC Kindsbach und des VfL Rodalben. Nun äußert sich Trainer Becker zu diesem Thema so: „Es ist zwar noch nicht zu 100 Prozent entschieden, wahrscheinlich wird die Kampfgemeinschaft aber bestehen bleiben. Es hängt vom Willen Rodalbens ab.“ Der Vorsitzende des VfL Rodalben, Marcus Buchheit, war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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