Pirmasens
Kaffee und Notizzettel: So behält Andreas Ganter den Überblick im Nachrichtenalltag
Die Tür zum Büro von Andreas Ganter steht meist offen. Ganz selten, etwa bei Videokonferenzen, wird sie geschlossen. Ansonsten ist der Lokalchef der RHEINPFALZ ein Freund kurzer Wege und direkter Kommunikation. Was auf seinem Schreibtisch nie fehlen darf, sind kleine Notizzettel. Auf diese schreibt der 43-Jährige alles, was es zu erledigen gilt. Wer aufmerksam durch die Redaktion läuft, findet diese kleinen weißen, meist eng beschriebenen Zettel auf den Schreibtischen aller Redaktionsmitglieder.
„Ich arbeite gerne im Stehen“, erzählt Andreas Ganter. Das wichtigste Arbeitsmittel sei dabei sein Telefon, inklusive Headset, damit beim Telefonieren die Hände zum Schreiben freibleiben.
Die Kaffeetasse fehlt nie
An Technik mangelt es auf dem Tisch nicht. Neben dem unverzichtbaren Handy finden sich dort zwei Bildschirme und ein Laptop, häufig ergänzt um ein Tablet. „Das volle Programm“, erzählt der Journalist, der zu Terminen dennoch ganz klassisch Block und Stift mitnimmt. Etwas, das auf dem Schreibtisch wirklich nie fehlt, ist die Kaffeetasse. Am liebsten die schwarze mit dem weißen Aufdruck „Alles Böse“, dem Titel eines erfolgreichen RHEINPFALZ-Podcasts, in dem es um Verbrechen aus der Pfalz geht. Auch Andreas Ganter war dort schon zu Gast.
Zurück zum Kaffee: Ohne den läuft gar nichts. Am liebsten möge er dunklere Röstungen mit kräftigem Aroma, zubereitet in einer French Press. Das Wasser dürfe dabei nicht kochen, sondern sollte auf 95 Grad abgekühlt sein, erzählt der Kaffeekenner und gießt das duftende Getränk in die Tasse. Meist ist es die Lieblingssorte, doch auch Neues probiert er gerne aus und bringt aus jedem Urlaub Kaffeebohnen mit. Darüber informiert er dann nicht in der Zeitung, dafür aber privat bei Instagram.
Kunst an den Wänden setzt Akzente
Das Büro ist hell, großzügig und klar strukturiert – der Raum bringt Ruhe in den zuweilen turbulenten Nachrichtenalltag. Verschiedene Kunstwerke an den Wänden setzen Akzente. In klassischem schwarz-weiß sind zwei gezeichnete Karten der Weinanbaugebiete in der Pfalz und Bordeaux gehalten. „Die hat mir meine Frau geschenkt“, verrät der Lokalchef.
Um den Überblick zu behalten, nutzt der Lokalchef nicht nur einen digitalen Kalender, sondern auch noch einen klassischen Tischkalender: „Da sind Termine und Veranstaltungen, aber auch alle Geburtstage der Mitarbeiter eingetragen.“
Am liebsten arbeite er im Büro, einen Schreibtisch zu Hause gibt es aber auch – und zwar das genaue Gegenmodell des Pirmasenser Exemplars. Ein historischer Holzschreibtisch, mit leicht klemmenden Schubladen und viel Flair. Nur ein bisschen zu klein sei das Modell.
Echte Bäume sind aus dem Bürofenster nicht zu sehen, doch die Liebe zum Pfälzerwald und der Region, in der Ganter gern mit seiner Familie unterwegs ist, findet sich an anderer Stelle: „I love Pfälzerwald“ steht auf einem Aufkleber am Monitor. „Ich bin Lokalpatriot“, bekennt der Journalist. Dazu gehört immer auch ein Blick in die Nachbarausgaben der Zeitung, doch auch überregionale Blätter finden sich regelmäßig im Büro. „Ich will immer auf dem Laufenden sein.“
An hektischen Tagen esse er manchmal am Schreibtisch, Zwieback und Reiswaffeln habe er immer im Büro. Doch viel lieber ist der 43-Jährige über Mittag in der Stadt unterwegs, um zu schauen, was es Neues gibt.
Ein Ritual gehört für Andreas Ganter ganz fest dazu: Der Schreibtisch wird regelmäßig aufgeräumt. Sobald ein weißer Zettel abgearbeitet ist, wird er entsorgt und es entsteht Platz für die nächste Geschichte.
Die Serie
Der Schreibtisch ist das Herzstück eines je den Büros und dabei genau so individuell wie die Person, die an ihm arbeitet. Doch was findet sich alles auf den Möbelstücken, an denen die meisten von uns den Großteil ihrer Arbeitszeit verbringen? In einer neuen Serie stellen wir ihnen Menschen und ihren Arbeitsplatz vor.