Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel Junger Luchs: Wildtierkamera liefert neues Foto aus der Südwestpfalz

Dieser Luchs streift durch das Revier von Markus Zwick. Um die Aufnahme einer Wildtierkamera deutlicher zu machen, hat Zwick das
Dieser Luchs streift durch das Revier von Markus Zwick. Um die Aufnahme einer Wildtierkamera deutlicher zu machen, hat Zwick das Bild mit künstlicher Intelligenz bearbeitet.

Seit einem Jahr taucht ein junger Luchs regelmäßig im Revier von Markus Zwick, dem Oberbürgermeister von Pirmasens auf. Jetzt gibt es ein neues Bild.

Wer einmal einen Luchs mit eigenen Augen gesehen hat, ist von diesem Erlebnis fasziniert. Das geht auch dem Oberbürgermeister von Pirmasens Markus Zwick so, der in seiner Freizeit als Jäger viel Zeit im Wald verbringt. Seit rund einem Jahr hält sich regelmäßig ein Luchs in Zwicks Jagdrevier auf. Jetzt nahm die Wildtierkamera wieder ein Foto des Tieres auf, bei dem es sich laut der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft um den Luchs „B2054“ handeln könnte, ein Jungtier der Luchsin „Tarda“, das 2024 im Pfälzerwald geboren wurde, wie Zwick erzählt.

Zu Luchsen habe er eine besondere Beziehung, erzählt Zwick. Das fing schon in seiner Kindheit an: Als Sohn eines Revierförsters habe er immer ein enges Verhältnis zur Natur gehabt. Sein Vater sei damals einer der Beauftragten für die Luchse gewesen. So habe er selbst früh Kontakt zur Wiederansiedlung der Raubkatzen im Pfälzerwald bekommen.

Neue Tiere sollen ausgewildert werden

Mit seiner Wildtierkamera hat Zwick den Luchs mittlerweile mehrfach dokumentiert. Er geht davon aus, dass sich das Tier in der Region wohlfühlt und dort seinen Lebensraum hat. Das jüngste Bild des Luchses hat Zwick auf Instagram geteilt, dazu den Verweis, dass bald weitere Luchse im Pfälzerwald ausgewildert werden sollen, um den aktuellen Bestand zu stärken. Einen genauen Termin dafür gibt es noch nicht, wie Julian Sandrini vom Koordinationszentrum für Luchs und Wolf (Kluwo) erklärt.

Auf Instagram ist das Bild mithilfe von KI aufbereitet, so dass der Luchs gestochen scharf zu sehen ist. Das ursprüngliche Material der Kamera ist verschwommener. Zwick selbst habe einmal einen Luchs mit eigenen Augen beobachtet, das Tier habe sich im hohen Gras verborgen. „Ich sah am Anfang nur eine Bewegung.“ Erst, als er sich dem Tier weiter näherte, habe er mit dem Fernglas erkannt, dass es sich um einen Luchs handelte. Die Zeichnung des Fells tarne das Tier extrem gut. „Es ist schon eine Sensation, wenn man ihn sieht“, sagt Zwick.

Mithilfe der Wildtierkamera hat Zwick schon viele Beobachtungen gemacht. Sie stehe an einer Salzlecke, die von nahezu allen Tieren aufgesucht werde, die es im Pfälzerwald gibt. Und so finden sich auf den Fotos Waschbären, Füchse, Marder, Rehe, Hirsche, Wildschweine, diverse Vogelarten – und manchmal auch der Luchs.

6132637_1_org_Pfaelzerwald_Newsletter_-_Contentbox_16_x_9

Kennen Sie schon unseren Pfälzerwald-Newsletter?

Wo gibt es neue Wanderwege? Siedelt sich wirklich ein Wolfsrudel im Pfälzerwald an? Welche Hütten haben zur Zeit offen? Jeden Donnerstag schreiben RHEINPFALZ-Autorinnen und -Autoren aus der gesamten Pfalz über Themen rund um den Pfälzerwald. Jedes Mal mit Ausflugstipp!

An dieser Stelle finden Sie Umfragen von Opinary.

Um Inhalte von Drittdiensten darzustellen und Ihnen die Interaktion mit diesen zu ermöglichen, benötigen wir Ihre Zustimmung.

Mit Betätigung des Buttons "Fremdinhalte aktivieren" geben Sie Ihre Einwilligung, dass Ihnen Inhalte von Drittanbietern (Soziale Netzwerke, Videos und andere Einbindungen) angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an die entsprechenden Anbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät notwendig. Mehr Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

x