Pirmasens In Feierlaune

„Brass Machine“ im Quasimodo mit (von links) Dennis Köhler, Sonja Volz und Christian Stockert
»Brass Machine« im Quasimodo mit (von links) Dennis Köhler, Sonja Volz und Christian Stockert

Bereits zum dritten Mal in Folge bestritt „Brass Machine“ aus Kaiserslautern das traditionelle Konzert am ersten Weihnachtsfeiertag in der Pirmasenser Musik- und Eventhalle „Quasimodo“. Mehr als 400 Musikfreunde folgten dem Ruf der zehnköpfigen Gruppe und es dauerte auch nicht allzu lange, bis die Bigband inklusive dreiteiligem Bläsersatz die Zuschauer in Feierlaune gebracht hatte.

Als Einstieg wurde „The Heavy Entertainment Show“ von Robbie Williams serviert, gefolgt vom fetzigen „Are You Gonna Go My Way“ (Lenny Kravitz), beide Superhits gesungen vom immens agilen Christian Stockert. Somit war schon nach kurzer Zeit gute Stimmung in der Location. Bei „Easy Lover“ bildete sich dann erstmals ein Gesangspärchen, Dennis Köhler und Melissa Könnel interpretierten den einstigen Phil Collins-Hit gemeinsam, bevor Sonja Volz mit ihrer beeindruckend kraftvollen und souligen Stimme „If I Ever Lose My Faith In You“ von Sting zum Besten gab. Danach zeigte Melissa Könnel an vorderster Front, was so alles in ihr steckt, denn wer sich an einen Song von Superstar Adele traut, muss schon einiges an Selbstvertrauen und vor allem Können intus haben. Könnel meisterte diese Hürde mit Bravour, ebenso wie das rockige „Nobody’s Wife“ (Anouk). Beide Lieder sind der Blondine wie auf den schmalen Leib geschneidert. Doch auch einen einstigen Diskotheken-Hit der Marke „Ain’t Nobody“ von Chaka Khan interpretierte sie gekonnt. An der Gesangsfront ist „Brass Machine“ ausgezeichnet besetzt und so kann man nahezu alles interpretieren, was die Pop- und Rockmusik so hergibt. „Rampensau“ Stockert, der permanent auf der Bühne unterwegs war, fiel es zu, die Fans mit ins Boot zu holen, sprich diese vorbildlich in die Show miteinzubinden, denn nur so springt der berühmte Funke von der Band in den Saal über. Generell übernehmen bei „Brass Machine“ die Vokalisten, die nicht gerade im Vordergrund stehen, jeweils den Backgroundgesang, das heißt alle Sänger sind permanent auf der Bühne anwesend und die Stimmen harmonieren sehr gut miteinander. Zudem steht bei „Brass Machine“ mit Don Owen an der Trompete, Jens Vollmer (Saxofon) und Posaunist Joe Denzer ein exzellenter Bläsersatz auf der Bühne. Das Trio ist beileibe nicht nur schmückendes Beiwerk, sondern oft absolut im Mittelpunkt des Geschehens und gibt der Musik einen gehörigen Schub, sprich die bestens in Szene gesetzten Hits haben einen enormen Groove inne. Bassist Markus Zellhofer, Schlagzeuger Rainer Dettling, Martin Preisser am Keyboard sowie Gitarrist Christof Brill vervollständigen eine durchweg hochklassig besetzte und beeindruckend harmonierende Formation. Auch der zweite Teil des Events konnte die Erwartungen des Publikums locker erfüllen und es wurde phasenweise ganz schön losgerockt auf den Bühnenbrettern. Mit dem „Foreigner“-Doppelpack „Cold As Ice“/„Urgent“, Hold The Line („Toto“) sowie „Eye Of The Tiger“ („Survivor“) kredenzte „Brass Machine“ vier grandiose Classic-Rock-Tracks am Stück. Somit rückten auch Gitarrist Brill und der famose Jens Vollmer am Saxofon stärker in den Vordergrund und konnten ihr Können eindrucksvoll demonstrieren. Als weitere Höhepunkte muss man zudem das abgefeierte „Sledgehammer“ (Peter Gabriel) und das bestens zum Motto des Abends passende „Let Me Entertain You“ (Robbie Williams) nennen. Beide wurden von Stockert in bester Frontmann-Manier dargeboten. Doch auch die beiden Sängerinnen hatten mit „High Road Easy“ und „Heavy Cross“ (Melissa Könnel) sowie „Don’t Stop Believin“, bei dem Volz erneut brillierte, abermals ihre Glanzmomente. Das famose „Music Was My First Love“ (John Myles) beendete das reguläre Konzert, bevor die balladeske Zugabe „When The Lights Go Down“ (Faith Hill) den Schlusspunkt unter das diesjährige Weihnachtsrock-Event setzte. „Brass Machine“ überzeugte, wie schon in den Vorjahren, mit einem launigen, spielfreudigen und sehr abwechslungsreichen dreistündigen Konzert durchweg.

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