Pirmasens Horeb-Treff geht an den Start

Die Horeber sollen ihren Stadtteil mitgestalten.
Die Horeber sollen ihren Stadtteil mitgestalten.

Seit Dezember hat das Team des neuen Quartierstreffs auf dem Horeb so manche Aktion verwirklicht, nun eröffnet der Horeb-Treff der Caritas endlich offiziell. Ab dem 5. Juli erwarten die Horeber Angebote für Jung und Alt. Auch ein Aktionstag ist geplant.

Als ein „Mosaikstein, der noch gefehlt hat, um die sozialen Probleme der Stadt zu überwinden,“ bezeichnet Oberbürgermeister Markus Zwick die Eröffnung des Quartiersmanagements auf dem Horeb. Er verweist auf die Erfolge der beiden bestehenden Quartiersbüros in Pirmasens: Das P11 im Winzler Viertel und das „Mittendrin“ in der Fußgängerzone. Zwick: „Der Quartierstreff ist nicht nur erste und niedrigschwellige Anlaufstelle für das gesamte Quartier, sondern es geht insbesondere um das Zusammenkommen, um das Gemeinschaftsgefühl und die Ermöglichung von Teilhabe.“ Barbara Aßmann vom Caritasverband Speyer ergänzt: „Uns ist es wichtig, die Bürger hier zu Beteiligten zu machen. Die Horeber sollen ihren Stadtteil mitgestalten.“

Bürgersprechstunde geplant

Die vergangenen Monate habe das Quartiersmanagement genutzt, um sich im Ortsteil zu vernetzen und nun direkt loslegen zu können, erzählt Annette Martin, Einrichtungsleiterin des Caritas-Zentrums Pirmasens. „Wir stehen hier beispielsweise mit der Grundschule Horeb, den Kitas und dem protestantischen Dekanat eng in Kontakt. Auch mit den beiden anderen Quartiersbüros teilen wir das Verständnis, dass wir an verschiedenen Orten am gleichen Strang ziehen“, sagt die Leiterin.

Seit Dezember habe das Team des Horeb-Treffs, das aus Quartiersmanagerin Barbara Nelke, Ehrenamtskoordinator Björn Heinrich, Bundesfreiwilligendienst-Mitarbeiterin Francesca Faul sowie bisher zehn Ehrenamtlichen aus dem Horeb sowie dem Stadtgebiet besteht, trotz Corona manche Aktion realisiert: zum Beispiel eine Schnitzeljagd für Grundschüler an Ostern, eine Kuchen-Aktion für Senioren, die Ausgabe von Kartoffelsuppe und gespendeten Lebensmitteln und ein Sorgen- und Plaudertelefon gegen Einsamkeit. Auch Gespräche mit den Horebern – etwa bei Problemen – habe es von Anfang an gegeben, wie Martin berichtet. „Wir sind eine Schnittstelle zwischen der Verwaltung und den Bürgern. Wenn jemand ein Problem hat und nicht erst die Schwelle zur Verwaltung übertreten will, kann er zu uns kommen. Wir ziehen bei Bedarf die entsprechende Stelle hinzu, wenn wir allein nicht helfen können.“

Einwohner entscheiden mit

Angedacht sei eine Bürgersprechstunde nach den Sommerferien, etwa mit dem Leiter des Sozialamts, dem Ordnungsamt oder dem Bürgermeister, erzählt Martin. Bevor die Wochenaktivitäten im Horeb-Treff am 5. Juli starten, plant das Team einen Tag der offenen Tür. Dabei erwartet die Besucher am 3. Juli von 10 bis 16 Uhr ein buntes Programm von Bastelaktionen für Kinder bis hin zu Bewegungsangeboten für Senioren. Auch ein Leseclub, ein Kochangebot für Kinder, Aktionstage für Grundschüler und Ausflugsfahrten für Senioren seien in Planung, erzählt Quartiersmanagerin Nelke. Mit dem Programm sei aber zunächst nur der Rahmen gesteckt. „Es ist wichtig, dass die Menschen sagen, was sie machen wollen. Dann werden wir unser Angebot sukzessive erweitern“, so Nelke.

Ehrenamtskoordinator Heinrich zeigt sich begeistert vom Eifer der Quartierbewohner. „Man merkt, dass das Engagement da ist und die Menschen mitmachen wollen.“ Zehn Ehrenamtliche haben sich Martin zufolge von Anfang an gemeldet. Heinrich glaubt, dass sich dieser Kreis noch erweitern wird. „Wenn wir den Wochenplan erst mal durchziehen, kommt hier Leben rein, und dann gibt es auch viele Möglichkeiten, sich miteinzubinden.“

Horeb-Treff

Ab 5. Juli Montag, Mittwoch und Freitag von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Montag, 14.30 bis 16.30 Uhr: Kaffeeklatsch für Senioren. Mittwoch, 14.30 bis 16.30 Uhr: Kids-Treff (6 bis 12 Jahre), 17 bis 19 Uhr: Jugend-Treff (ab 12 Jahre). Freitag, 13 bis 17.30 Uhr: Familien-Auszeit für Eltern und Kinder

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