Pirmasens / Mainz Gartenschau in Pirmasens? Landesregierung will „zeitnah“ mit der Stadt sprechen

Der Eisweiher sollte durch die Landesgartenschau besser mit der Innenstadt vernetzt werden.
Der Eisweiher sollte durch die Landesgartenschau besser mit der Innenstadt vernetzt werden.

Auch fast fünf Monate nach der Absage der Landesgartenschau 2032 ist noch offen, wie es mit dem Format und dem Pirmasenser Erstzugriffsrecht weitergeht.

Seit Anfang Oktober ist klar, dass es 2032 keine Landesgartenschau (LGS) geben wird, zumindest nicht in der bisherigen Form. Und das, obwohl nur eine einzige Bewerbung für die Ausrichtung in Mainz gelandet ist – verschickt aus dem Pirmasenser Rathaus. Die Landesregierung hatte angekündigt, das Format neu denken zu wollen und bei einem Gipfel die „Gartenschau der Zukunft“ zu planen. Ungeachtet, wie die LGS künftig aussehen wird, räumte Mainz dem einzig verbliebenen Bewerber Pirmasens ein Erstzugriffsrecht ein. Das bekräftigte Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) vergangene Woche bei einer Wahlkampfveranstaltung.

Seitdem ist es zwischen Haupt- und Horebstadt ruhig geworden. So ruhig, dass der südwestpfälzische Landtagsabgeordnete Christof Reichert (CDU) Anfang des Monats eine Kleine Anfrage an die Mainzer Ampelkoalition richtete. Der Hauensteiner wollte unter anderem wissen, wie es um den angekündigten Gipfel bestellt ist und ob es 2032 überhaupt eine Gartenschau geben soll.

Erstzugriffsrecht für Pirmasens bestätigt

Inzwischen liegt die Antwort des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau an Reichert vor. Staatssekretär Andy Becht informiert, dass Ende Januar die konstituierende Sitzung einer interministeriellen Lenkungsgruppe stattfand. Diese besteht aus Vertretern des Finanz-, Umwelt-, Innen- und Wirtschaftsministeriums sowie der Projektgesellschaft Landesgartenschau RLP. Die Arbeitsergebnisse dieser Lenkungsgruppe sollen laut Becht zusammengetragen werden und beim angekündigten „Gartenschau der Zukunft“-Gipfel das Verfahren zur Ausgestaltung der künftigen LGS anstoßen.

„Zeitnah“, schreibt Staatssekretär Becht, soll ein sogenanntes Feedback-Gespräch mit der Pirmasenser Stadtspitze stattfinden. Becht untermauert das Erstzugriffsrecht der Horebstadt, das vom Ministerrat im Oktober beschlossen wurde. Der thematische Schwerpunkt des Gesprächs soll auf den Erfahrungen der Stadt im Bewerbungsverfahren liegen. „Und nicht auf Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten außerhalb einer Landesgartenschau“, so der Staatssekretär. Gespräche zu Förderungen führe das Land mit den Städten Bad Kreuznach und Montabaur, die sich kurz vor Ablauf der Frist aus finanziellen Gründen gegen eine Bewerbung entschieden hatten.

Ob 2032 eine LGS stattfinden wird, könne „erst zu gegebener Zeit“ entschieden werden, meint Becht und verweist auf die ausstehenden Ergebnisse der Lenkungsgruppe sowie den „Gartenschau der Zukunft“-Gipfel.

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