Interview
FKP-Chefcoach Paulus: „Sonst bricht der Lagerkoller los“
Herr Paulus, wird das Nachholspiel bei der TuS Koblenz, auf das Sie und Ihre Mannschaft seit sechs Wochen hingearbeitet haben, am Samstag um 14 Uhr nach vielen regnerischen Tagen angepfiffen?
Am Samstagmorgen um 8 Uhr wird die Stadt Koblenz, die Eigentümerin des Stadions Oberwerth, den Rasen begutachten und dann entscheiden, ob am Nachmittag gespielt werden kann.
Das ist eine sehr späte Entscheidung. Wann soll denn der FKP-Bus losfahren?
Um 9.30 Uhr. Aber wenn am Freitag die Entscheidung hätte getroffen werden müssen, wäre das Spiel abgesagt worden. Für Samstag ist besseres Wetter gemeldet.
Es wäre schon bitter, wenn das Spiel erneut abgesagt werden würde, weil dann ja noch mal zwei Wochen bis zum ersten Oberligaspiel im neuen Jahr vergehen würden …
Wir müssen jetzt loslegen, sonst bricht der Lagerkoller los.
Mit einem 1:1 gegen die TuS Koblenz ist der FK Pirmasens Anfang August in die Saison gestartet, vergab dabei riesige Chancen und hatte Pech, dass das Schiedsrichtergespann ein reguläres Tor von Marc Ehrhart nicht anerkannte. Kann Marc Ehrhart, der wegen einer Verletzung große Teile der Wintervorbereitung verpasste und mit 18 Treffern die Oberliga-Torschützenliste anführt, am Samstag spielen?
Marc hat ja vergangenen Samstag bei unserem letzten Testspiel in Ludwigshafen eine Halbzeit gespielt und dabei einen sehr guten Eindruck gemacht. Er hat ebenso wie Luka Dimitrijevic viele Extra-Läufe gemacht, um das Fitness-Defizit durch die Verletzungspause aufzuholen. Er wird am Samstag im Kader sein.
Kevin Büchler und Manuel Grünnagel waren eigentlich als „Schienenspieler“ auf der linken und rechten Seite gesetzt, fallen aber schon lange aus. Wie ist da der Stand der Dinge?
Kevin ist bei seinem Aufbautraining voll im Plan. In zwei bis drei Wochen dürfte er wieder voll einsteigen können. Und ,Manu’ ist nach seinem Kreuzbandriss im August sogar über den Plan.
Mit dem Training am Freitagabend endet die Wintervorbereitung, wenn es am Samstagmorgen keine Spielabsage gibt. Welches Fazit ziehen Sie?
Durchweg positiv. Die Platzverhältnisse haben es immer hergegeben, dass wir trainieren konnten. Wir mussten also nicht in die Halle gehen. Gegen Eintracht Trier haben wir ein ordentliches Spiel gemacht, die Niederlage gegen den luxemburgischen Zweitliga-Spitzenreiter führe ich auf die irregulären Bedingungen zurück.
Mit einem Unentschieden beim Tabellenvierten TuS Koblenz wäre der FKP wieder Erster, bei einem Sieg sogar mit zwei Punkten Vorsprung auf den FCK II. Wie sehen Sie die Ausgangslage?
Es ist ein enorm wichtiges Spiel für uns, aber für die TuS noch mehr, weil sie gewinnen muss, um noch irgendwie eine Aufstiegschance zu haben. Es wird – wie immer gegen diesen Gegner – echten Männerfußball auf einem großen Platz geben. Ich freue mich darauf.
ZUR PERSON
Daniel Paulus (45) wurde in Landstuhl geboren und lebt mit Frau und Kindern in Otterbach-Sambach. Der Diplom-Sportlehrer und Diplom-Kaufmann arbeitet in Pirmasens als Produktmanager für die Marke Ergofit. Von Januar 2005 bis Dezember 2007 war er (mit einem halben Jahr Unterbrechung) zweieinhalb Saisons Verteidiger beim FKP, mit dem er 2006 Oberligameister und Verbandspokalsieger wurde. In der Oberliga spielte Paulus auch für Weingarten, Hohenecken, Elversberg II und Zweibrücken.
Trainer war er bei Borussia Neunkirchen und Eintracht Trier sowie bei den U17-Teams des 1. FC Kaiserslautern und des 1. FC Nürnberg. Am 1. Februar 2024 kehrte er als Kaderplaner zum FKP zurück. Mitte Juni 2024 wurde er neuer Cheftrainer.