Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel FK Pirmasens: Die Analyse des Cheftrainers

FKP-Trainer Daniel Paulus (im Hintergrund in der Bildmitte) hofft, dass Torjäger Marc Ehrhart (in Blau) dieses Mal seine Chancen
FKP-Trainer Daniel Paulus (im Hintergrund in der Bildmitte) hofft, dass Torjäger Marc Ehrhart (in Blau) dieses Mal seine Chancen nutzt.

Beim FKP hat ein Spieler hat nun unterschrieben, dass er auch im Falle eines Nicht-Aufstiegs bleibt, ein anderer wird nach der Saison gehen. Am Samstag kommt Dudenhofen.

In zweierlei Hinsicht schmerzte die 0:2-Niederlage bei Hertha Wiesbach alle, die es mit dem FK Pirmasens halten. Einerseits verlor „die Klub“ die Tabellenführung in der Fußball-Oberliga an den nun drei Punkte besseren 1. FC Kaiserslautern II – und das bei nur noch fünf ausstehenden Saisonspielen. Andererseits enttäuschte das ideenlose, saft- und kraftlose Auftreten der Mannschaft, auch wenn diese ersatzgeschwächt war. Natürlich hat Cheftrainer Daniel Paulus das Spiel aufgearbeitet.

„Wir mussten durch die kurzfristigen Ausfälle von Mike Andreas und Luca Eichhorn komplett umstellen. Drei Innenverteidiger, die gegen diesen Gegner besser gewesen wären, hat die personelle Situation nicht mehr hergegeben“, beginnt er seine Analyse. Dennoch startete sein Team gut und hätte 1:0 führen können, was womöglich zu mehr Stabilität geführt hätte. „Marc Ehrhart hat eine mehr als hundertprozentige Chance vergeben. Die muss er einfach machen“, hadert Paulus mit seinem Angreifer.

„Den Schneid abgekauft“

Dritter Grund: das weitaus bessere Zweikampfverhalten der körperlich starken Saarländer, die auf ihrem Kunstrasen zeigten, warum sie Platz zwei in der Oberliga-Heimtabelle belegen. „Die haben uns den Schneid abgekauft“, stellt Paulus fest. Beim vorentscheidenden zweiten Gegentor nach eigenem Freistoß moniert er die „schlechte Absicherung“. Überhaupt findet er „beide Gegentore zu billig“ und betont: „Mike fehlte als ordnende Hand.“ Die sonstigen Leistungsträger, sei es Luka Dimitrijevic, Nico Wiltz, Marc Ehrhart oder Eliakim Kukanda, hatten eine ganz schwache Tagesform.

Nun aber blickt Paulus nach vorne und aufs Heimspiel am Samstag (14 Uhr) gegen den im Abstiegskampf steckenden FV Dudenhofen. Bei allem Ärger über die Niederlage in Wiesbach bleibe festzuhalten, dass sein Team acht Punkte Vorsprung auf die TuS Koblenz hat. Es gelte, „den zweiten Platz einzutüten und den FCK II, dessen Spieler sich ja im Gegensatz zu unseren nur mit Fußball beschäftigen, noch zu ärgern“. Andreas und Eichhorn sind nach ihrer Krankheitspause wieder voll einsatzfähig. Das gilt auch für Dimitrijevic, der mit einem Tapeverband seine lädierten Bänder am Sprunggelenk stabilisiert. Manuel Grünnagel steht für einen ersten Einsatz seit seinem Kreuzbandriss Ende August bereit.

Auch für die Oberliga verlängert

Personell sind zwei Entscheidungen gefallen. Nico Wiltz hat, wie Präsident Jürgen Kölsch am Freitag bestätigte, „auch für die Oberliga bis 2027 verlängert“. Außenverteidiger Jonas Vogt werde sich, so Paulus, „umorientieren“, weil er diese Saison meist nur Einwechselspieler ist.

Für das Spiel gegen Dudenhofen bietet der FKP einen Familientarif an. Das bedeute „einmal Eintritt bezahlen – Kinder und Partner kommen kostenlos mit ins Stadion“.

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