Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel FK Pirmasens: 8:0 nach zwei Dritteln der englischen Woche

Technisch gut und zweikampfstark auf der rechten FKP-Außenbahn: Eliakim Kukanda (Bildmitte in Blau), der hier Eigentorschütze Ph
Technisch gut und zweikampfstark auf der rechten FKP-Außenbahn: Eliakim Kukanda (Bildmitte in Blau), der hier Eigentorschütze Philipp König stoppt. Silas Gutmann (rechts) zählte erstmals nach seiner Verletzungspause wieder zur Startelf. Er hatte die große Chance zum 3:0.

Der FKP hatte in Auersmacher keine leichte Aufgabe. Der Spitzenreiter dürfte bei einer Abseitsentscheidung froh gewesen sein, dass es in der Oberliga keinen VAR gibt.

Auf einem Kunstrasen, bei dem die Zuschauer ganz nah am Platz stehen, einen körperlich und kämpferisch starken SV Auersmacher schlagen, der nach der Winterpause schon den Aufstiegsanwärtern 1. FC Kaiserslautern II und TuS Koblenz jeweils ein Unentschieden abgerungen hatte: Das war die Aufgabe, die der Tabellenführer der Fußball-Oberliga, der FK Pirmasens, am Mittwochabend nahe der deutsch-französischen respektive saarländisch-lothringischen Grenze zu lösen hatte. „Wir wussten, was auf uns zukommt, und wir haben das gut angenommen“, sagte FKP-Mittelfeldspieler Luca Eichhorn nach dem 2:0-Sieg. Eichhorn: „Wichtig war, dass wir hier die drei Punkte geholt haben. Und wir haben uns das verdient.“

Griechisch-römisch-Ringen auf dem Fußballplatz: FKP-Sechser Mike Andreas (in Blau) mit Merouane Taghzoute.
Griechisch-römisch-Ringen auf dem Fußballplatz: FKP-Sechser Mike Andreas (in Blau) mit Merouane Taghzoute.

Damit hatte der 28-Jährige zweifelsohne recht. Der Spitzenreiter stellte, ohne zu glänzen, das insgesamt bessere Team, doch er benötigte auch etwas Spielglück. Wie wäre das Spiel gelaufen, wenn das Tor von SVA-Angreifer Dominik Kaiser in der 30. Minute gezählt hätte? Doch das Schiedsrichtergespann sah nach der Kopfballverlängerung von Lars Birster eine Abseitsstellung – eine ganz knappe, umstrittene Entscheidung. Es wäre unter dem begleitenden Sound eines Motorsensen- und Laubbläser-Benutzers, der 20 Meter hinter der FKP-Bank auf seinem Anwesen den sonnigen Frühlingsabend auf diese Weise nutzte, das 1:1 gewesen. Und in den ersten 20 Minuten der zweiten Hälfte hatten die dann 2:0 führenden Pirmasenser einige knifflige Szenen zu überstehen. Erst vergab Merouane Taghzoute freistehend eine Riesenchance (47.), dann parierte FKP-Keeper Benjamin Reitz gegen Patrick Jantzen (59.), und schließlich köpfte Kaiser an die Latte (61.).

„Ein bisschen unentspannt“

„Vielleicht war das in der ersten Halbzeit ein reguläres Tor von Auersmacher. Es war klar, dass die nach der Pause noch mal anrennen. Aber nach der Umstellung auf Fünferkette haben wir nichts mehr zugelassen. Jetzt haben wir aus den ersten zwei Spielen der englischen Woche sechs Punkte“, stellte FKP-Trainer Daniel Paulus fest und fügte kritisch hinzu: „Den einen oder anderen Konter müssen wir besser ausspielen.“

 In Blau im Vordergrund von links die FKP-Spieler Till Decker, Silas Gutmann und der gerade köpfende Michael Müller.
In Blau im Vordergrund von links die FKP-Spieler Till Decker, Silas Gutmann und der gerade köpfende Michael Müller.

Einige Male missriet in vielversprechender Lage der letzte Pass. Angreifer Marc Ehrhart, vier Tage zuvor noch vierfacher Torschütze beim 6:0 gegen Idar-Oberstein, sei dieses Mal „ein bisschen unentspannt vor dem Tor“ gewesen, merkte Paulus an. Einmal allerdings legte Ehrhart prima für Silas Gutmann auf, der eigentlich nur noch zum 3:0 hätte einschieben müssen, aber den Ball irgendwie am Tor vorbei bugsierte (68.).

Nach elf Minuten wieder raus

Weitaus effektiver war „die Klub“ in der ersten Hälfte. Luka Dimitrijevic verursachte mit seiner scharfen Hereingabe von links das Eigentor von Philipp König zum 1:0 (27.) und erzielte dann selbst das 2:0 (41.). Es war das Resultat eines schönen Angriffszugs über Nico Wiltz, Dimitrijevic und Till Decker, der zum zweiten Mal in Folge zur Startelf gehörte und seine Sache im Angriff wieder ordentlich machte. Thomas Selensky hatte wie Dennis Krob und Oskar Prokopchuk erneut passen müssen. „Eventuell ist es bei ,Sele’ ein Knochenödem“, informierte Paulus.

Durfte die letzten zehn Minuten in Auersmacher sitzend verfolgen: Luka Dimitrijevic, der als linker „Schienenspieler“ das 1:0 fü
Durfte die letzten zehn Minuten in Auersmacher sitzend verfolgen: Luka Dimitrijevic, der als linker »Schienenspieler« das 1:0 für den FKP einleitete und das 2:0 erzielte.

Offenkundig gar nicht zufrieden war der Chefcoach mit der Leistung von Noah Stilb auf der Außenbahn. Stilb kam in der 75. Minute für Wiltz und wurde nur elf Minuten später schon wieder ausgewechselt.

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