Pirmasens Etienne Haag über den Horror an der Tankstelle, Busfahrer und fehlende Einkaufsmöglichkeiten

Etienne Haag im Gespräch mit Tanja Daub.
Etienne Haag im Gespräch mit Tanja Daub.

Etienne Haag ist in Pirmasens unterwegs. Im Spontaninterview spricht er über Spritpreise sowie über fehlende Einkaufsmöglichkeiten in den Orten und seinen Job, das Busfahren.

Herr Haag, gibt es ein Thema, das Sie im Moment beschäftigt?
Ja, die Spritpreise. Und die Mietpreise.

Zu den Spritpreisen: Fahren Sie jetzt weniger?
Ich kann nicht mehr so viel fahren wie früher. Aber ich bin auf das Auto angewiesen. Ich wohne in Trulben auf dem Dorf.

Da muss man mit dem Auto immer den Berg rauf…
... ja, und das merkt man.

Wie viel tanken Sie in der Woche?
Das ist schwer zu sagen. Ich tanke vielleicht für 300 Euro im Monat. Aber mein Auto verbraucht auch viel.

Gibt es in Trulben derzeit Einkaufsmöglichkeiten, wo Sie zu Fuß hin können?
Nein, gar nichts.

Würden Sie sich das wünschen?
Ich denke nicht, dass sich das lohnt. In Kröppen gibt es einen Edeka, aber da müssen die Leute ewig auf den Bus warten. Der fährt nur alle Stunde.

Und zur Arbeit fahren Sie nach Pirmasens?
Nein, ich bin Busfahrer. Der Hauptsitz ist in Münchweiler. Ich fahre da überall. Über alle Dörfer.

Wie ist die Stimmung der Fahrgäste? Welche Probleme haben die?
Die Kosten nicht. Die haben fast alle die Deutschland-Card. Das Problem ist einfach, dass es viele Busfahrer gibt, die ihren Job nicht so ernst nehmen, wie sie sollten. Aber es wird besser, das muss man sagen.

Das heißt konkret?
Weil sie zum Beispiel zu früh wegfahren an der Haltestelle. Bei uns in der Firma ist das schon besser geworden. Wir sind dazu angehalten, dass wir da besser drauf achten. Jetzt fährt kein Bus mehr zu früh weg.

Wie lange sitzen Sie am Tag hinter dem Steuer?
Lang! Ich arbeite morgens ein bis zwei Stunden, dann mache ich Pause – so wie jetzt im Moment. Danach geht es weiter bis abends. Heute zum Beispiel bis 20.30 Uhr. Ich fahre beim QNV.

Da gibt es ja auch so enge Strecken, an denen nicht jeder einen großen Bus steuern wollte…
Hier im Gebiet geht das noch. Aber manchmal müssen wir auch nach Annweiler oder Landau fahren. Das ist dann eine Katastrophe. Da einen Bus durchzufahren, kostet Überwindung.

Gut, dann viel Spaß bei der Arbeit gleich und vielen Dank für das Interview!

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