Pirmasens Einmal Vierte, zweimal Fünfte

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HALLE. Erfolgreiche Premiere: Sportgymnastin Marlene Kriebel vom TV Dahn hat bei ihren ersten deutschen Einzelmeisterschaften in der Meisterklasse Platz fünf im Mehrkampf erreicht.

In der Meisterklasse, wo die besten deutschen Sportgymnastinnen starten, schrammte die mehrfache Juniorenmeisterin recht knapp am Treppchen vorbei. Die mit 15 Jahren jüngste Starterin im 22-köpfigen Feld und einzige Teilnehmerin aus der Pfalz musste sich im Mehrkampf unter 22 Starterinnen nur Titelverteidiger Jana Berezko-Marggrander (TSV Schmiden/17,500 Punkte), Laura Jung (TV St. Wendel/17,333) und Darja Sajfutdinova (TSV Schmiden/14,766), die auch das Einzel-Nationalteam bilden, sowie Aleksandra Zapekina (Bremen/ 15,100) geschlagen geben. Etwas Pech hatte Marlene Kriebel bei ihrer Übung mit dem Band, das sich verknotete, wodurch sie mit diesem Gerät nur die neuntbeste Punktzahl erreichte. In den Gerätefinals verpasste die Dahnerin mit den Keulen die Bronzemedaille nur um 0,366 Pünktchen und belegte Rang vier. Mit dem Reifen wurde sie Fünfte, mit dem Ball, den sie einmal verlor, Sechste. Für das Finale mit dem Band hatte sie sich nicht qualifiziert. „Dass Marlene Fünfte im Mehrkampf wird, übertrifft unsere Erwartungen“, sagte ihre Trainerin und Mutter Nicole Kriebel. Normalerweise bereite man sich bereits ab August auf die neue Saison vor. Da Marlene erst im Dezember nach zwei Jahren am RSG-Bundesstützpunkt Halle zurück in ihre Heimat gewechselt sei, habe sie ihre neuen Choreographien erst ab Januar richtig einstudieren können. Der Schulwechsel und die Eingewöhnung an die „alten“ Trainingsumstände hätten ebenfalls dazu geführt, dass die Vorbereitung nicht so rund lief, wie dies auf diesem Niveau notwendig ist. Umso höher sei Marlenes Erfolg gegen die Allerbesten in Deutschland einzustufen. Mit vier Goldmedaillen und einer Silbermedaille die überragende Starterin in Halle war die Olympiateilnehmerin von 2012, Jana Berezko-Marggrander, die sich mit Laura Jung (einmal Gold und viermal Silber) quasi einen Wettkampf in ihrer eigenen Klasse lieferte. Im Mehrkampf hatten die beiden zehn Punkte Vorsprung auf Platz drei, und in den Gerätefinals lagen sie fast durchweg mindestens zwei Punkte in Front. (hll)

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