Handball
Doch kein Endspiel für den TV Thaleischweiler
Thaleischweilers Frauen bereiteten sich die komplette Woche auf den anstehenden Showdown um Platz vier in der Abschlusstabelle vor. Am Ende siegte der TVT 30:29 (15:13). Die TVT-Frauen gingen im Vorfeld davon aus, mit einem Sieg beim bis dato zwei Zähler besser dastehenden Konkurrenten mit dem SVB nach Punkten gleichzuziehen und wegen des besseren direkten Vergleichs vorbeizuziehen. Dann wäre Thaleischweiler auf Rang vier und damit auch nächste Saison Verbandsligist. „Am Freitag habe ich aber die Nachricht erhalten, dass dem Gegner nun doch die Punkte aus der Partie gegen die TS Rodalben zugesprochen wurden“, informiert TVT-Trainer Marcin Waryas. Diese resultieren vom 21. Februar, als der SVB mit 35:29 in Rodalben gewann.
„Die Verantwortlichen aus Rodalben haben Kontakt mit mir aufgenommen, da es wohl Vorfälle in dieser Partie gab“, berichtet Verbandsliga-Staffelleiter Pascal Schnurr. Die Gäste hatten eine Akteurin eingesetzt, die im Spielbericht nicht als Spielerin, sondern nur bei den Offiziellen aufgeführt wurde. Daher gingen die zwei Zähler auf das Konto der TS Rodalben. Die Verantwortlichen des SV Bornheim zogen vors Verbandssportgericht (VSG), welches den Einspruch in erster Instanz zurückwies. Die Vorderpfälzer legten dagegen erneut Einspruch ein und durften sich nun Ende vergangener Woche freuen, denn das VSG gab diesem in zweiter Instanz statt und sprach Bornheim die schon verloren geglaubten Zähler aus der Partie gegen Rodalben zu.
Motto: Erst recht in Bornheim gewinnen
Somit war die Partie am Samstag für den TV Thaleischweiler im Kampf um den Klassenverbleib plötzlich bedeutungslos, lag der SVB doch nun uneinholbar mit vier Zählern vor dem TVT. „Die Chance, die Liga zu halten, war für uns einfach weg. Daraufhin wollten wir dort hinfahren und erst recht gewinnen und so zeigen, dass wir die bessere Mannschaft sind“, sagte Waryas. Und genau das machten seine Mädels. Die Partie verlief durchweg eng, keine Mannschaft konnte mal mit mehr als drei Toren davonziehen. Das bessere Ende hatten die Gäste auf ihrer Seite, die 61 Sekunden vor Ende durch den zehnten Treffer von Jana Rohr mit 30:29 in Führung gingen. Diesen knappen Vorsprung hielten die Thaleischweilerinnen, obwohl sie die letzten zehn Sekunden nach der Zeitstrafe gegen Mirjam Mainka in Unterzahl agieren mussten. Waryas: „Im Vergleich zu Freitag fühle ich mich nun nach dem Sieg besser.“
Ob der TV Thaleischweiler gegen das Urteil des VSG zugunsten des SV Bornheim Einspruch einlegen wird, ist offen. TVT-Handball-Abteilungsleiter Maximilian Huber wusste noch nichts von dieser Angelegenheit. Er wolle mit der Mannschaft Rücksprache halten. Ob sie sich um den Klassenerhalt betrogen fühlt, ließ Thaleischweilers Matchwinnerin Jana Rohr auf Nachfrage dieser Zeitung offen. „Wir wollen natürlich wissen, warum der erste Einspruch erfolglos war, der Verein in zweiter Instanz aber die Punkte doch noch bekommen hat“, erklärte Rohr.
Pascal Schnurr macht den Frauen des TV Thaleischweiler hingegen Hoffnung, im Nachhinein doch noch in der Verbandsliga bleiben zu dürfen: „Das hängt davon ab, wer in den Ligen obendrüber auf- und absteigt. Am Ende entscheidet darüber aber auch der Spielausschuss.“