Dahn RHEINPFALZ Plus Artikel Die Saison der Jazz-Freunde startet am 15. Januar

Den Auftakt der Saison machen am kommenden Sonntag die South West Oldtime All Stars.
Den Auftakt der Saison machen am kommenden Sonntag die South West Oldtime All Stars.

Eine Reise durch die Jazz-Landschaft – von Bigbands über brasilianische Rhythmen bis hin zu afrikanischem Soul: Das bieten die Dahner Jazz-Freunde in ihrer anstehenden Konzertsaison. Diese startet am kommenden Sonntag mit einer Matinee, bei der die South West Oldtime All Stars musikalisch in die Ära von Louis Armstrong entführen.

Die Konzertsaison der Jazz-Freunde Dahn beginnt am kommenden Sonntag, 15. Januar. Ab 11 Uhr gastiert die Formation South West Oldtime All Stars auf der Bühne im Alten E-Werk, wo sie ihre Leidenschaft für Louis Armstrong zum Klingen bringen möchte. Die Veranstaltung trägt den Titel „The Original Louis Armstrong Hot Five/Hot Seven Classics“. Die Hot-Five- und Hot-Seven-Aufnahmen von Louis Armstrong, – er wurde auch „Satchmo“ genannt – wurden in verschiedenen Besetzungen zwischen 1925 und 1928 aufgenommen und waren reine Studioproduktionen, Armstrong ging mit dieser Formation nie auf Tour. Felix Fromm (Posaune), Gary Fuhrmann (Klarinette), Martin Auer (Trompete), Félix Hunot (Banjo), Matthew Bookert (Sousafon) und Rüdiger Ruppert (Schlagzeug) wollen die Jazzliebhaber aus dem Dahner Tal am Sonntag in die 1930er Jahre entführen. Songs wie „West End Blues“, „King Of The Zulus“, „Cornet Chop Suey“ und „Mahogany Hall Stomp“ sollen erklingen. Der gebürtiger Dahner Ruppert ist auch Schlagzeuger in der Bigband der Deutschen Oper Berlin und kuratiert die Reihe „Jazz and Lyrics“.

Am Sonntag, 12. Februar, findet die nächste Matinee statt. Die Band Dirik Schilgen Jazzgrooves 4 will in Dahn ihre neusten Kompositionen präsentieren. Bandleader Schilgen besteche durch seine individuelle Technik, Drumset und Brasilianische Percussion, die er in einem Setup bediene und so seine ganz individuelle Rhythmussprache präge, wie Holger Ryseck von den Jazz-Freunden Dahn den Künstler beschreibt. Auf der Bühne in Dahn tritt er mit Thomas Langer an der Gitarre, Gary Fuhrmann am Saxofon und Bassist Matthias TC Debus auf.

Viele Klangfarben

Beim dritten Konzert dieser Saison gastiert das Uli Partheil Quartett im Alten E-Werk. Am Sonntag, 12. März, will die Gruppe ihr Programm „Reflections 2020“ präsentieren – ebenfalls in Form einer Matinee. Das Programm hat ganz unterschiedliche Klangfarben. Brasilianische Rhythmen spielen eine Rolle, jedoch lassen sich viele der Kompositionen keiner eindeutigen Stilistik zuordnen, finden die Musiker. Das sind Ulli Jünemann (Alt-Saxofon), Uli Partheil (Piano), Ralf Cetto (Bass) und die Brasilianerin Angela Frontera (Schlagzeug/Percussion).

Im April kehrt die Südafrikanerin Thabilé auf die Dahner Jazzbühne zurück. Die Künstlerin verbindet Jazz, Soul, Gospel und Pop und erzählt damit ihr Leben. Das Publikum in Dahn hat sie mit ihrer unbefangenen, warmen, aber dennoch kräftigen Stimme bereits im Jahr 2018 erobert. Am Freitag, 21. April, tritt sie bei einer Soiree in Begleitung von Steve Bimamisa an der Gitarre und Marquis de Schoelch am Piano im Alten E-Werk auf, wo sie ihre neue CD „Read My Lips“ präsentieren will.

Das Leben von Kurt Weill

Weiter geht’s im Herbst: Am Samstag, 7. Oktober, kommen Eva Mayerhofer und das Frankfurt Jazz Trio für eine Soiree mit ihrem Programm „Tribute to Kurt Weill, Cole Porter und George Gershwin“ ins Alte E-Werk. Ihr Konzert bereichern sie mit amerikanischen Jazz-Standards, Weill-Kompositionen, etwa „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“, sowie moderierten Anmerkungen zu Leben und Werk des Komponisten.

Die Saison der Jazz-Freunde endet mit dem Konzert des Norbert Gottschalk Trios, das am Samstag, 18. November, in Dahn zu Gast ist. Reine, klare, lyrische und einfach gehaltene Musik sei es, die das Trio ausmache, wie man in der Presse liest. Die Bandbreite der Songs ziehe sich von dem von Gerry Mulligan verfassten „Song For Strayhorn“ über brasilianische Klänge in „Obsession“ bis hin zu den leicht poppigen Songs von Donald Fagen. Hier zeigt sich laut Holger Ryseck Gottschalks große Stilsicherheit. „A Voice Of Jazz“ nennen die Musiker ihr Konzert, bei dem in allen Interpretationen Gottschalks Stimme im Vordergrund stehe, die durch die dezente Begleitung exzellent betont werde.

Info

Die Konzerte finden allesamt im Alten E-Werk in der Dahner Pestalozzistraße 13 statt. Beginn der Matineen ist jeweils um 11 Uhr, die Soireen starten jeweils um 20.30 Uhr. Der Einlass beginnt jeweils eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn. Einen Vorverkauf gibt es nicht, Karten sind nur an der Tageskasse erhältlich.

Dirik Schilgen kommt im Februar nacch Dahn.
Dirik Schilgen kommt im Februar nacch Dahn.
Ein Wiedersehen mit Thabilé gibt es im April.
Ein Wiedersehen mit Thabilé gibt es im April.
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