Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Die Rückkehr des Mirko Pesic zur TS Rodalben

Aus 2010, als er Trainer der Drittliga-Frauen des TuS Neunkirchen war, stammt dieses Foto von Mirko Pesic.
Aus 2010, als er Trainer der Drittliga-Frauen des TuS Neunkirchen war, stammt dieses Foto von Mirko Pesic.

Das Pfalzliga-Männerteam der Turnerschaft Rodalben hat ab sofort einen neuen Trainer: Mirko Pesic. Der 63-jährige Kroate tritt die Nachfolge des zurückgetretenen Jonas Baumgart an. Er war schon einmal als Coach der TSR tätig.

Mirko Pesic hat bei seiner neuen Aufgabe ein großes Ziel: Er möchte, dass bei der TS Rodalben jeder Spieler das Maximum aus sich herausholt. Wenn dies gelingt, sei der Verbleib in der Pfalzliga zu schaffen. Pesic wird in Rodalben nicht nur die Männer, sondern auch die männliche A- und B-Jugend trainieren, um diese an das Niveau der ersten Mannschaft heranzuführen. Jonas Baumgart und Hendrik Matheis coachten bisher die A- und B-Jugendlichen.

„Total motiviert“

„Mirko Pesic ist ein Vollblut-Handballer und wird uns mit seiner Erfahrung bestimmt weiterbringen“, sagt Rodalbens Handball-Abteilungsleiter Romi Hirtle. Yvonne Schäfer, Trainerin der B-Jugend-Oberligamädchen und auch sonst in der TSR-Jugendarbeit engagiert, erzählt: „Er wirkte auf mich total motiviert. Ich habe einen guten Eindruck von ihm. In ihm brennt ein Feuer, er ist Handballer durch und durch.“

Mirko Pesic 63 Jahre, wohnhaft in Zweibrücken und Vater von zwei Söhnen, hat im Handball schon einiges erlebt. Vor der Weltmeisterschaft 1984 stand er als Spieler des Erstligisten Partizan Bjelovar im Aufgebot der Jugoslawen. Kurz vor den Titelkämpfen in der Schweiz riss er sich beide Menisken, ein Kreuzband und erlitt zudem einen Trümmerbruch im Oberschenkel. Wenig später wurde Jugoslawien ohne Pesic Weltmeister.

Erstliga-Aufstieg mit Split

Seit 1993 arbeitet er als Trainer. 1997 erwarb er die höchste Trainerlizenz seines Heimatlands und 2007 die deutsche A-Lizenz. Er hat mehrere höherklassige Mannschaften trainiert, darunter mit großem Erfolg das Drittliga-Frauenteam des TuS Neunkirchen. Mit Split schaffte er nach dem Aufstieg in die erste Liga dort den Klassenerhalt. 1996 war Pesic Trainer der SG Waldfischbach, 1997 erst Oberligaspieler, dann für ein halbes Jahr Trainer der TS Rodalben. Gerne erinnert er sich im RHEINPFALZ-Gespräch an diese Zeit und die tollen Menschen im Rodalber Umfeld, erwähnt dabei die Spieler Alex Hauck, Thomas Durm, Harald Edrich, Michael Pfundstein und Stefan Müller.

Zuletzt trainierte er den TSV Lohr in der Bayernliga, den er als Tabellenletzten mit 0:16 Punkten übernahm und trotz dieser Hypothek noch den Klassenerhalt schaffte. Danach wollte er kurze Zeit pausieren, doch dann kam Corona. Während der Corona-Pandemie hat er keine Mannschaft mehr trainiert.

Trainerjob in der Nähe gesucht

Als im Sommer die Normalität einigermaßen zurückkam, wollte er wieder ein Engagement als Trainer übernehmen. Der Rücktritt von Jonas Baumgart inspirierte ihn, sich der TSR als Trainer anzubieten. Seine Gründe: „Ich wollte etwas in der Nähe finden. Ich hatte immer in Zweibrücken gewohnt und von dort meine Trainingsstellen angenommen. Die Fahrten dahin wurden mir mit der Zeit zu aufwendig. Dabei war ich zweimal in Kroatien, in Schleswig-Holstein und in Bayern, alles von Zweibrücken aus.“ Er gibt sich zuversichtlich und sagt: „Mein Akku ist geladen, meine Motivation ist wieder da. Bei der TSR ist Potenzial vorhanden“, erläutert Pesic seine Gründe, in Rodalben anzuheuern.

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