Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel CDU sorgt sich um Denkmäler in Fehrbach

Der Grabstein von Peter Matheis ist ein Denkmal und soll gereinigt werden.
Der Grabstein von Peter Matheis ist ein Denkmal und soll gereinigt werden.

Die CDU im Ortsbeirat fordert Infotafeln und klare Pläne für Denkmäler – vor allem auf dem Friedhof.

Die Fehrbacher CDU kritisiert fehlende Information und Pflege bei Denkmälern im Ort, besonders auf dem Friedhof. In der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats stellte die CDU-Fraktion drei Anträge: zur Restaurierung auf dem Friedhof, zum Zustand städtischer Gebäude und zur Beschilderung zweier Wegmarken entlang ausgewiesener Spazierwege. Fraktionssprecher Peter Schwarz betonte die Bedeutung von Hinweistafeln am historischen Türgewand auf dem Dorfplatz und am Feldkreuz in der Lambach.

Ich werde häufig von Ortsfremden angesprochen, was es mit dem Kreuz und dem frei auf der Wiese stehenden Türgewand auf sich hat“, sagte Schwarz. Laut Ortsvorsteher Christian Mühlbauer (CDU) unterstützt das Stadtmarketing die Anbringung von Infotafeln an beiden Standorten. Ideal seien Tafeln im DIN-A4-Format mit Text, Bild und QR-Code.

Stadtmarketing übernimmt

Das Stadtmarketing wolle die Umsetzung übernehmen, sofern Schwarz Text und Bild zuliefere und die Finanzierung sicherstelle, so Mühlbauer. In Hengsberg seien vergleichbare Tafeln über eine private Initiative finanziert worden. In Fehrbach komme auch eine Finanzierung über das Ortsbezirksbudget in Betracht. Uschi Riehmer (SPD) regte an, auch das Alte Schulhaus mit einer Tafel auszustatten. Schwarz forderte, vor Beginn der inhaltlichen Arbeit eine Kostenschätzung einzuholen.

Zudem soll das Alte Schulhaus auf Bausubstanz und mögliche Nutzungsmöglichkeiten geprüft werden, wie Philipp Scheidel (CDU) beantragte. Grundsätzlich, so Scheidel, sollten alle städtischen Gebäude im Ort nach diesem Muster geprüft werden. Die Verwaltung solle zudem mitteilen, welche Planungen für die Gebäude bestehen.

Zum Friedhof erinnerte Schwarz daran, dass die Restaurierung eines großen steinernen Gedenkkreuzes zugesagt, aber offenbar nicht umgesetzt worden sei. Ähnlich gelte dies für die alten Grabsteine eines Lehrers sowie des Bruders von Pfarrer Karl Matheis, die beide erhaltenswert seien.

Ortsvorsteher Mühlbauer verwies auf ein in Arbeit befindliches Gesamtkonzept für den Friedhof. Es umfasst neben restaurierten historischen Grabsteinen auch Blühwiesen und weitere Maßnahmen zur Aufwertung des Aufenthalts. Die genannten Gräber stehen bereits unter Denkmalschutz, das Gedenkkreuz ist kein Grabmal und habe wohl früher an anderer Stelle auf dem Friedhof gestanden.

Mühlbauer kündigte eine Begehung mit dem Garten- und Friedhofsamt an. Dabei sollen die Anliegen aus dem Ortsbeirat aufgenommen und weiter besprochen werden.

Das Türgewand stammte von einem Haus in der Tiroler Straße, das wegen Baufälligkeit abgerissen wurde.
Das Türgewand stammte von einem Haus in der Tiroler Straße, das wegen Baufälligkeit abgerissen wurde.
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