Radsport
Bundesliga-Team aus Weselberg: „Absoluter Wunschkandidat“ sagt zu
Das Skull Racing Team aus Weselberg ist – nach einem Trainingscamp auf Mallorca – in die neue Radsportsaison gestartet. Der Fokus liegt auf der Bundesliga, in der das Team im vergangenen Jahr den sechsten Platz erreichte, jedoch ohne die pfälzischen Rennen aus den Augen zu verlieren.
Marian Pohlenz und David Büschler haben das Team verlassen. Dem gegenüber stehen drei Neuzugänge, darunter mit Robin Fischer (bisher beim Continentalteam Storck – Metropol Cycling auch international unterwegs) der „absolute Wunschkandidat“, so Dominik Fuchs, der das Team zusammen mit Fahrer André Schütz leitet. Fuchs: „Robin wird mit seiner Erfahrung eine große Bereicherung für uns sein. Er ist immer da, hat Power und wird bei schweren Rennen unser Roadcaptain sein. Wir sind sehr froh, dass wir ihn haben.“ Außerdem kamen Lukas Voskuhl, der hauptsächlich für Bundesliga- und Rundstreckenrennen geplant ist, und Timo Spitzhorn, ein Spezialist für Kriteriumsrennen.
„Bundesliga komplett fahren“
„Natürlich werden wir uns auch regional zeigen, allein schon unserer Sponsoren wegen. Der Rennkalender ist so ausgearbeitet, dass wir vieles fahren können“, informiert Fuchs, dessen 16 Mann starkes Team als Bundesliga-Mannschaft gemeldet ist. „Wir wollen die Bundesliga komplett fahren, da wir großes Potenzial sehen, hier unsere Sportler zu entwickeln. Wenn man in Deutschland größere Straßenrennen fahren will, kommt man an der Bundesliga nicht vorbei. Wir sind auch dementsprechend aufgestellt.“
Am kommenden Samstag, 4. April, startet die Bundesliga auf dem Sachsenring; die Skulls treten zu acht an. Am 25. April fahren sie beim Großen Preis der Südlichen Weinstraße mit Start und Ziel am Deutschen Weintor in Schweigen-Rechtenbach. Fuchs freut sich darauf besonders: „Gerade solche Rennen sind für unsere Fahrer attraktiv, dafür haben wir uns verstärkt.“
Der Aufwand, auch finanziell, ist beträchtlich. Allein für die Bundesliga braucht es ein Auto, um im Feld mitzufahren. „Die Fahrer bekommen schon großzügig Sponsoring. Räder, Klamotten, auch größtenteils die Reisekosten. Aber wir sind limitiert, zahlen den Jungs auch kein Geld. Wenn das Sponsorengeld weg ist, ist es weg“, erzählt Fuchs. Geld soll mit dem Team nicht verdient werden. Fuchs: „Wir sind Rennsportler, wollen Sportler entwickeln und jungen Leuten die Chance bieten, bestmöglich Radrennen zu fahren.“
Routiniers aus Pirmasens
Die Senioren im Team sind zwei aus Pirmasens stammende Brüder, Paul (37) und Max Ehrhardt (35). „Wir sind eher für die kleineren Rennen und versuchen, da unsere Erfahrung weiterzugeben“, erklärt Max Ehrhardt, für den Platzierungen nicht die erste Rolle spielen: „Es geht um das Gesamtbild, wie wir uns auch nach außen präsentieren. Aber wenn man Rennen fährt, will man natürlich auch gewinnen und Platzierungen einfahren, das ist ja klar. Das eine gehört zum anderen.“
Egal, von welchem Teammitglied Dominik Fuchs spricht, er schwärmt: „Die Jungs stehen füreinander ein und sind da, weil sie einfach Bock drauf haben. Uns gibt’s noch nicht so lange. Wenn man sich die Entwicklung vor Augen führt, dann kann sich das schon sehen lassen.“