Pirmasens
Betonwüste in der City: Stadt will neue Wege gehen
Derzeit sind Busbahnhof, Schäferstraße und das Parkhaus eine Asphalt- und Betonwüste, die sich im Sommer nicht nur aufheizt, sondern auch bei den Pirmasensern als Schmuddelecke verschrien ist. Mehrere Brandstiftungen in der Brückengasse sowie im Parkhaus haben zu einer Verunsicherung der Anwohner geführt.
Dem will Gartenbauamtsleiter André Jankwitz mit einer Aufwertung des ganzen Bereichs entgegenwirken. Ausgehend vom Pikopark an der Kaffeetreppe, der sich im Bau befindet, sowie der neu gestalteten Grünanlage am früheren Grenadierhäuschen, soll die Schäferstraße nun mitsamt der Brückengasse an der Reihe sein. „Abends sieht das dort schon charmant aus“, findet Jankwitz und nennt die verwilderte Felswand an der Brückengasse sowie den architektonisch dominanten Bau der Kopp-Fabrik.
Motive der Projektionen noch unklar
Störend seien allerdings das Parkhaus und der lieblos angelegte Busbahnhof darunter. Hier will Jankwitz mit fünf neuen, hochwachsenden Bäumen und kleinen Grünflächen die Asphaltwüste auflockern. Die Bäume sollen mit hohen Kronen weiterhin das Durchfahren von Bussen ermöglichen. An der Schäferstraße entlang sollen die Grünstreifen, die derzeit von Fußgängern als Abkürzung genommen werden, mit Sandsteinblöcken und höher gelegten Beeten deutlich verschönert werden. Die drei Glascontainer an der Ecke Kaffeegasse/Schäferstraße werden an einen anderen Standort verlegt. Entlang der Brückengasse will der Gartenbauamtsleiter den Wildwuchs beseitigen und mit neuen Pflanzen, so genannten Felsgesellschaften, hübsch anlegen.
Ganz neue Wege wird die Stadt mit einer dauerhaften Lichtinstallation des deutschlandweit renommierten, in Höheinöd lebenden Lichtkünstlers Ingo Bracke gehen. Unter anderem ist Bracke für seine Lichtinstallationen an der Loreley und in Pirmasens für die Lichtkunstaktionen in der Koppfabrik bekannt, die er zusammen mit dem örtlichen Kunstverein gemacht hat. Jankwitz hat Bracke bereits mit der Vorplanung für eine Lichtinstallation in der Schäferstraße beauftragt. Hier sollen Strahler auf die Betonfassade des Parkhauses, die Felswand in der Brückengasse, die Woolworth-Fassade sowie die Koppfabrik gerichtet werden.
Was genau dann mit den hocheffizienten Strahlern an die Mauern projiziert wird, ist noch offen. Laut Jankwitz ist aber im Fall der Parkhausfassade denkbar, Veranstaltungshinweise einzublenden und damit Werbung für städtische Aktivitäten zu machen. Mit den Eigentümern von Woolworth und Kopp sei schon gesprochen worden. Die Familie Kopp sei sehr angetan von dem Plan, berichtete Jankwitz im Hauptausschuss. Die Kosten hat er mit rund 200.000 Euro kalkuliert. Die werden komplett vom Land bezahlt. Das Geld sei schon auf dem Konto der Stadt. Jankwitz will mit der Begrünung im Juli beginnen und die Umgestaltung bis September erledigt haben.
