Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel Bessere Zufahrt für Pirminiusschüler im Ball-Gymnasium

Für die Schüler der Pirminiusschule wurde im Untergeschoss des A- und C-Baus im Hugo-Ball-Gymnasium ein Nebeneingang angelegt, d
Für die Schüler der Pirminiusschule wurde im Untergeschoss des A- und C-Baus im Hugo-Ball-Gymnasium ein Nebeneingang angelegt, davor sind Sanitärcontainer aufgestellt worden. Ein Problem sind die geschotterte Zufahrt und der Wendeplatz, auf denen Schlaglöcher und Pfützen entstanden sind.

In sozialen Netzwerken wurde die Situation der Pirminiusschüler im Hugo-Ball-Gymnasium kritisiert - vor allem die Zufahrt. Die Stadt reagiert: Sie wird im Sommer asphaltiert.

Oberbürgermeister Markus Zwick hatte in seinem Facebook-Auftritt gefragt, was seine Follower an Pirmasens zu bemängeln haben. Kritische Kommentare erhielt das Stadtoberhaupt zur Situation der Pirminiusschüler im Hugo-Ball-Gymnasium. Zur Erklärung: Die von der Heinrich-Kimmle-Stiftung betriebene Pirminiusschule ist eine Förderschule für ganzheitliche Entwicklung, die von Kindern und Jugendlichen mit kognitiven Störungen besucht wird. Weil das Schulgebäude auf der Husterhöhe aus allen Nähten platzt, ist die Stadt bei der Suche nach einer Zwischenlösung bis zum Neubau des Schulzentrums Nord im Hugo-Ball-Gymnasium fündig geworden. In der Lemberger Straße werden für die aktuellen Schülerzahlen nicht alle vorhandenen Räume gebraucht. Im vorderen A-Bau im Untergeschoss und dem anschließenden C-Bau – links neben dem Haupteingang – wurden einige Klassenräume für die Pirminiusschule abgegeben.

40 Pirminiusschüler in vier Klassen aus den Klassenstufen zehn bis zwölf sind seit diesem Schuljahr im Ball-Gymnasium untergebracht. Weil die Förderschüler aufgrund ihrer Handicaps einen barrierefreien Zugang zu den Schulräumen und spezielle Sanitärräume benötigen, haben die beiden Schulen zusammen mit dem Gebäudemanagement der Stadtverwaltung die Klassensäle im Untergeschoss links neben dem Haupteingang gewählt: Über eine vorhandene Feuerwehrzufahrt sind diese Räume ebenerdig zu erreichen, und weil an diesem Standort auch genügend Platz auf dem Schulgelände vorhanden ist, konnten die Sanitärcontainer aufgestellt werden. Die vorhandenen Räume wurden für die Bedürfnisse der Förderschule in Unterrichtsräume und Klassenzimmer umgestaltet.

Ohne Ball-Zwischenlösung hätte Aufnahmestopp gedroht

Ein Problem hat sich während der feuchten Wintermonate aber herauskristallisiert: Die geschotterte Zufahrt, die für den Schülertransport genutzt wird, ist weich geworden, hat sich gesetzt und es sind Schlaglöcher entstanden. Gerade wenn Schüler mit dem Rollstuhl den Nebeneingang für die Pirminiusschule genutzt haben, hat das zu erheblichen Schwierigkeiten geführt.

Die öffentliche Kritik aus der Elternschaft hat Auswirkungen gehabt. Über den Stil und die Vehemenz der Facebook-Kommentare ist Michael Dickes, Leiter der Pirminiusschule, wenig erfreut. Natürlich gebe es die Probleme mit der Zufahrt, aber die Art und Weise der Kritik an der Stadt kann und will er nicht teilen: „Von den Elternposts distanziere ich mich.“ Diese Auffassung teilt auch Marco Dobrani, der Geschäftsführer der Heinrich-Kimmle-Stiftung. „Wir müssen der Stadt dankbar sein, denn ohne diese Zwischenlösung hätten wir über einen Aufnahmestopp nachdenken müssen“, legt Dobrani seinen Fokus darauf, dass die Stadtverwaltung einen Ausweg aus der Überbelegung der Pirminiusschule aufgezeigt hat. Da müsse mit den Problemen vernünftig umgegangenen werden. Auch die Schulleitung steht hinter der Auslagerung der Schüler in das Hugo-Ball-Gymnasium. „Wir fühlen uns dort total wohl“, betont Konrektorin Nadja Fahr und verweist auf erste Kooperationen, die zwischen Förderschülern und Gymnasiasten entstanden sind. Auf diese gemeinsame Projekte geht auch Dickes ein, der unter anderem von gemeinsamen Sportstunden spricht.

Stadt reagiert: Bis zum nächsten Schuljahr wird nachgebessert

Die Dankbarkeit über die Lösung in der Lemberger Straße überwiegt bei Schulträger und -leitung, aus diesem Grund werden die Probleme mit Zufahrt und Eingang moderater gesehen. Aber natürlich freuen sich Dobrani, Dickes und Fahr, dass die Stadt schnell reagiert hat, denn bis zum Ende der Sommerferien wird nachgebessert. In einer großen Runde haben sich Schul- und Verwaltungsvertreter die Situation angeschaut und einen Maßnahmenplan erarbeitet.

In einem ersten Schritt wird das Gelände am Gebäudezugang verbessert: Diese Fläche liegt 45 Zentimeter tiefer als der Fußboden im Untergeschoss. Damit aber Rollstuhlfahrer oder gehbehinderte Schüler ebenerdig die Sanitärcontainer erreichen, wurden diese auf ein Podest gestellt, sodass Sanitäranlagen und Schulräume über eine Rampe zu erreichen sind. Gerade aber eine Kante zwischen dem Schotter und der Rampe hat sich als problematisch erwiesen, sodass die Schotterfläche nun angepasst wird.

Wendehammer wird in Sommerferien asphaltiert

Die Förderschüler werden mit Bussen direkt zu dem Nebeneingang gebracht, wofür ein provisorischer geschotterter Wendehammer angelegt wurde. Durch das Gewicht der Busse und ihre Wendemanöver hat sich der Schotter gesetzt, es sind Schlaglöcher und Pfützen entstanden. Weil die Schüler dieses Gelände gleichzeitig auch als Pausenhof nutzen, informiert Max Zwick von der Pressestelle der Stadtverwaltung, bessert die Stadt auch hier nach. Ständig die Schotterzufahrt in Stand zu setzen, wird als unwirtschaftlich gesehen, so Zwick, daher soll sie bis zum Ende der Sommerferien ausgebaut werden. In den Osterferien werden einzelne Rasengittersteine wieder gerichtet und die Schotterfläche provisorisch verbessert, um die Zeit bis zu den Sommerferien zu überbrücken. Im Sommer wird der Wendehammer ausgekoffert, neuer Schotter eingebaut und asphaltiert. Mit dem ausgebauten Schotter werden Parkplätze für die Lehrer der Förderschule hergerichtet.

Und noch eine weitere Verbesserung gibt es: Im Frühjahr wird ein Zaun errichtet, der das Areal der Förderschule zu den Freiflächen des Gymnasiums abtrennt, die aktuell in diesem Bereich gelagerten Erdmassen werden in die alte Sportanlage eingebaut.

Die geschotterte Zufahrt zu den ins Hugo-Ball-Gymnasium ausgelagerten Klassen der Pirminiusschule im Untergeschoss des A-Baus (l
Die geschotterte Zufahrt zu den ins Hugo-Ball-Gymnasium ausgelagerten Klassen der Pirminiusschule im Untergeschoss des A-Baus (links unten).
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