Meinung
Bald gibt’s Burger an der B10
Vom ersten Baggerhub bis zum ersten Burger, der im neuen McDonald’s-Restaurant im interkommunalen Gewerbegebiet Wilgartswiesen-Hauenstein verkauft wird, werden rund 17 Wochen vergehen. Das rechnete am Dienstag beim Richtfest der künftige Betreiber Dennis Schnell vor. Beim Richtfest gab es übrigens weder Burger noch Pommes. Die Gäste bekamen Schnitzel, Fleischkäse, Weck, Kraut- und Kartoffelsalat.
Anfang März begannen die Arbeiten für die Burgerbraterei in Steinwurfnähe zur Bundesstraße 10, Ende Juni soll sie in Betrieb gehen. So schnell entsteht ein Restaurant. Weil der hungrige Gast vor den Toren Hauensteins auch schnell zu seinem Essen kommen soll, setzt das Unternehmen auf alle modernen Errungenschaften. Der Drive-in-Bereich wird zweispurig, jede Spur erhält dabei ihren eigenen Bestellpunkt. Die Generation Smartphone hat die Möglichkeit, Burger, Pommes und Getränke per App zu bestellen, Mitarbeiter bringen die Bestellung dann ans Auto auf dem Parkplatz. Moderne Zeiten.
Bei Umfrage Burgerkette gewünscht
Vor fünf Jahren hatte die Junge Union Hauenstein eine Umfrage zur Systemgastronomie im Gewerbegebiet Neufeld gestartet, durch alle Altersgruppen hinweg sprachen sich die Teilnehmer mehrheitlich für die Ansiedlung einer Burgerbraterei aus. Der Wunsch wird jetzt Wirklichkeit. Dass die JU mit ihrer Umfrage McDonald’s nach Hauenstein gelockt hat, wollte Jens Heidel, Projektmanager bei McDonald’s Deutschland, aber nicht bestätigen. „Wir haben zwischen Pirmasens und Landau etwas gesucht“, sagte er. „Erst suchen wir, dann sprechen wir mit der Politik“, bemerkte er.
Hauenstein ist Teil der Expansionsstrategie des Fastfood-Riesen, 55 neue Restaurants sollen bis zum Jahresende eröffnet werden. Im nächsten Jahr sind 75 geplant, sagte Heidel, darunter sind auch neue Standorte in der Pfalz. Gerade habe er einen Bauantrag in Kusel für ein Restaurant nahe der A62 bei Konken abgegeben.
Nicht alles geht so schnell an der B10
Für das Familienunternehmen Schnell wird der Standort Wilgartswiesen der 17. sein. Seit 30 Jahren ist die Familie im Bereich Systemgastronomie aktiv, Dennis Schnell verkörpert die zweite Generation. Das Unternehmen gehört zu den größten Franchisenehmern in Deutschland.
In dem Bereich der B10, in dem sich McDonald’s gerade ansiedelt, geht leider nicht alles so schnell, wie der Restaurantbau. Womöglich fällt der Beginn der Arbeiten an der Felsnase bei Hauenstein zum Ausbau der B10 mit der Einweihung der Burgerbraterei zusammen. Was definitiv nicht mehr kommen wird, ist der Kreisel zwischen Tourist-Info und dem Autohaus Debnar. Aus Kostengründen wurde das Vorhaben im vergangenen Jahr nach jahrelangen Planungen fallengelassen. Dabei könnte der Kreisel jetzt, wo sich ein Frequenzbringer wie McDonald’s ansiedelt, für eine spürbare Verbesserung des Verkehrsflusses sorgen.
