Pirmasens Arbeitslosigkeit in Pirmasens leicht gesunken, aber höher als im Vorjahr
„Nachdem der Arbeitsmarkt nach der Sommerpause schon im September wieder etwas Fahrt aufgenommen hatte, hat sich dieser positive Trend im Oktober fortgesetzt. Die Zahl der arbeitslosen Menschen in der Westpfalz ist noch einmal um knapp 350 zurückgegangen“, schreibt die Arbeitsagentur. Die Anzahl an freien Stellen sei in den Wochen um die Herbstferien deutlich zurückgegangen. Dennoch seien seit Jahresbeginn mehr neue offenen Stellen gemeldet worden als im Durchschnitt der letzten vier Jahre. „Damit bewegt sich die Arbeitskräftenachfrage seitens der Unternehmen weiter auf einem hohen Niveau, und die Betriebe suchen trotz aller Herausforderungen in allen Branchen intensiv nach Fachkräften und damit nach neuem Personal.“ Die Arbeitslosenquote liegt in der Westpfalz bei sechs Prozent.
In der Stadt Pirmasens waren im Oktober 2430 Männer und Frauen bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 60 (2,4 Prozent) weniger als im September und 88 (3,8 Prozent) mehr als im Oktober des vergangenen Jahres. Die Arbeitslosenquote ist von 11,8 Prozent im September auf nun 11,5 Prozent gesunken. Sie lag damit 0,3 Prozentpunkte höher als im Vorjahresmonat.
Dem Arbeitgeber-Service wurden in den vergangenen vier Wochen von den Arbeitgebern aus der Stadt Pirmasens 58 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren 27 weniger als im September und 37 weniger als im Oktober des vergangenen Jahres. Es befanden sich zum Zähltag 549 offene Stellen im Bestand.
Im Landkreis Südwestpfalz waren im Oktober 2413 Menschen bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren neun mehr als im September (0,4 Prozent) und 417 mehr als im Oktober 2022 (24,2 Prozent). Die Arbeitslosenquote liegt wie im Vormonat bei 4,2 Prozent und ist gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,8 Prozentpunkte angestiegen. Im Landkreis gibt es derzeit 40 zu besetzende Stellen, 41 weniger als im September und elf weniger als im Oktober des vergangenen Jahres. Hier gibt es gut 500 offene Stellen. Der auffällig hohe Anstieg um fast 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr sei auf verschiedene Gründe zurückzuführen, sagte Pressesprecher Mark Rheinheimer auf Nachfrage der RHEINPFALZ. Ein Grund sei, dass die Sprachkurse von Geflüchteten aus der Ukraine nach und nach ausliefen und diese Personen nun in der Statistik als arbeitslos geführt würden. Außerdem habe die Dynamik am Arbeitsmarkt etwas abgenommen. Es fänden weniger Arbeitslose eine Anstellung, darunter ältere Arbeitnehmer, die kurz vor der Rente stehen. bfl