Pirmasens Anti-Terror-Sperren: Feste in Pirmasens und Teilen der Südwestpfalz sollen geschützt werden

So oder so ähnlich könnten die Straßensperren aussehen. Das Foto wurde beim Weihnachtsmarkt in Essen aufgenommen.
So oder so ähnlich könnten die Straßensperren aussehen. Das Foto wurde beim Weihnachtsmarkt in Essen aufgenommen.

Feste in Pirmasens und den Verbandsgemeinden Dahn sowie Pirmasens-Land werden schon bald mit speziellen Sperren vor terroristischen Angriffen geschützt.

Der Pirmasenser Hauptausschuss stimmte der Zusammenarbeit zwischen Stadt und den beiden Verbandsgemeinden zu. Bisher arbeitete Pirmasens mit Fahrzeugen, die am Zugang zu einem Fest stationiert wurden, erläuterte Ordnungsamtsdezernent Denis Clauer. Es brauche einen einfacher anzuwendenden Schutz der Zufahrt, weshalb die drei Kommunen sich gemeinsam sieben mobile Sperren anschaffen wollen. „Das sind dann zertifizierte Sperren“, betonte Clauer, der im Hauptausschuss nicht sagen konnte, welcher Art die Sperren sein werden, da dies erst die Ausschreibung ergeben müsse.

Oberbürgermeister Markus Zwick schweben Sperren wie in Trier vor, die mit hochklappbaren Metallbügeln ausgestattet seien. Diese Bügel seien ausreichend, um schwere Lastwagen aufzuhalten, versicherte Clauer. Die neuen Sperren seien als Ergänzung zu den ohnehin geplanten Pollern für die Fußgängerzone gedacht, erläuterte Clauer. Die Fußgängerzone soll an mehreren Stellen dauerhaft mit versenkbaren Pollern wie in der Hauptstraße am Landauer Tor ausgestattet werden. Es sei noch offen, wo genau diese Poller installiert werden. Diese versenkbaren Poller reichten jedoch nicht als Sperre gegen Attentäter. Dazu brauche es die zertifizierte Zufahrtssperre.

Kosten von Landesförderung gedeckt

Die Kosten bezifferte er auf 105.000 Euro, die zu 100 Prozent über eine Förderung des Landes bezahlt werden könnten. Gelagert werden sollen die Geräte bei der Stadt Pirmasens. Bei Festen sollen sie an die Verbandsgemeinden Dahn sowie Pirmasens-Land weitergegeben werden. Die Abholung übernehme der jeweilige Ausleiher.

Auch die Stadt Zweibrücken hat mit den Verbandsgemeinden Rodalben, Thaleischweiler-Fröschen und Zweibrücken-Land im Rahmen des IKZ-Projektes eine Förderung beantragt und bewilligt bekommen – in Höhe von 140.000 Euro. Es ist vorgesehen, dass sich die beteiligten Kommunen bei Bedarf gegenseitig mit dem Verleih der mobilen Sperren unterstützen – etwa bei Großveranstaltungen wie Stadtfesten oder Umzügen.

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